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Ausstellungen | Ausstellung

Renate Hoffmann - Panorama Überseestadt

Gerhard-Marcks-Haus

Wo früher die alten Häfen waren, ist heute ein pulsierender neuer Stadtteil entstanden mit Wohngebäuden, Büros, Geschäften, Cafés und Museen – die Überseestadt Bremen. Dort befindet sich der denkmalgeschützte Speicher XI mit dem Hafenmuseum und der Hochschule für Künste Bremen. Der ehemalige Überseehafen wurde zum »Frischezentrum«, einem Umschlagplatz für Lebensmittel, Blumen und Pflanzen. Die Künstlerin Renate Hoffmann (geb. 1949) lässt sich von diesen Motiven inspirieren und erkundet mit Pinsel, Stift und Papier dieses Areal. Im Pavillon zeigt sie das Ergebnis: Die Ansicht der Überseestadt als Panoramabild aus der Vogelperspektive. Das Gemälde (210 x 1000 cm) wird freistehend im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses installiert und soll den Eindruck vermitteln, dass sich der Besucher unmittelbar am Europahafen oder auf der Weserpromenade in der Überseestadt befindet. (Bild: Renate Hoffmann, Modell Panorama Überseestadt, 2022, Acryl auf Leinen)
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Amir Omerović - Catwalk

Gerhard-Marcks-Haus

Ein Catwalk verbindet zwei Aspekte. Erstens laufen auf diesem »Präsentationssteg« nur Menschen, von denen gemeinhin behauptet wird, sie seien schön. Zweitens bewegen sie sich dort, um etwas zu zeigen, was im darauffolgenden Jahr wohl »angesagt« zu sein hat. Welcher der beiden Aspekte den anderen adelt und das Ganze zum Hingucker macht, darüber lässt sich streiten. In seiner Werkgruppe »Catwalk«, die im Obergeschoss des Museums gezeigt wird, spielt der Bildhauer Amir Omerović (geb. 1971) mit diesen Ebenen. Die Figuren sind eindeutig zweiteilig. Ihre Körper sind Kleiderständer mit präzise beobachteten menschlichen Details und Bewegungen. Das kann eine Nase, ein Knicks oder das Innehalten sein. Die Kleider sind in Bronze gegossene transformierte Gegenstände und Naturobjekte. Das heißt, diese Models führen vor, was der Künstler zur Kunst geadelt hat. (Bild: Amir Omerović, Ohne Titel, 2022, Bronze/Unikat, Foto: Arnold Reidelhuber)
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Die Firma Arp - Formenkosmos und Atelierpraxis

Gerhard-Marcks-Haus

Ab November zeigt das Gerhard-Marcks-Haus unter dem Titel: »Die Firma Arp. Formenkosmos und Atelierpraxis« eine Ausstellung mit mehr als 300 Gipsplastiken des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp (1886–1966). Als einer der Initiatoren von Dada und Mitbegründer des Surrealismus hatte er mit seiner vielfältigen und organischen Formensprache maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der abstrakten Kunst und begeisterte ein breites Publikum für moderne Kunst. Atelierpraxis Arp hat sich seit ca. 1933 mit dem Material Gips an die Formen seiner Skulpturen herangetastet: Er arbeitete gleichzeitig additiv und subtraktiv, hat Gips angetragen, mit der Feile geschliffen, mit der Säge zerschnitten und bereits bestehende Formen zu immer wieder neuen zusammengefügt. Sie waren Grundlage des künstlerischen Arbeitsprozesses, der daraus schöpfte, neue Variationen einer Figur zu erschaffen. Parallel dazu dienten die Gipse und ihre Vervielfältigungen aber auch als handwerkliches Zwischenprodukt auf dem Weg zum Bronzeguss oder der Ausführung einer Skulptur in Stein. In den Augen des Künstlers hatten die weißen Gipsplastiken vermutlich nicht den Status von eigenständigen Kunstwerken. Forschung Die Ausstellung greift auf, woran drei Jahre in Kooperation mit der Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e. V. geforscht wurde, um ein Defizit zu beheben. Im Zentrum des Projekts standen die Fragen nach der »Biografie« jedes einzelnen Gipses, nach seiner Funktion in Arps Arbeitsprozess oder in den Arbeitsabläufen der Gießereien und Steinmetzbetriebe zu Lebzeiten des Künstlers und posthum. Die Ausstellung ist motivisch geordnet und verbindet somit die beiden Erzählstränge um den Formenkosmos und der Atelierpraxis. Alle Leihgaben stammen aus dem Besitz der Stiftung Arp e. V., Berlin. Im Gerhard-Marcks-Haus werden sie zum ersten und auch zum letzten Mal als vollständiges Konvolut gezeigt. 2023 wird der gesamte Bestand als Schenkung weltweit an verschiedene Museen verteilt. Ein Gemeinschaftsprojekt des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen und der Stiftung Arp e. V., Berlin / Rolandswerth. Zu diesem Projekt erscheint eine Publikation. (Bild: Hans Arp, Schlangenbewegung II, 1955, Gips, © Stiftung Arp e. V., Berlin)
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Sarah Pschorn - Records of Gravity

Gerhard-Marcks-Haus

Die Ausstellung »Records of Gravity« im Gerhard-Marcks-Haus zeigt keramische Plastiken und Assemblagen der Leipziger Künstlerin Sarah Pschorn (geb. 1989). Die Bildhauerin schuf in den letzten zwei Jahren Keramikskulpturen und raumgreifende Installationen in Auseinandersetzung mit dem Thema Schwerkraft. Es entsteht eine Art visueller Parcours aus organischen Körpern in Form von Wippen, Haufen, Säulen, Faltungen, Wellen oder Wolken. Mit barocken Anspielungen spitzen die Arbeiten den Widerspruch zwischen Leichtigkeit und Schwere zu, widerlegen Erwartungen an die verwendeten Materialien und werfen Fragen von Zeitlichkeit auf: Flüchtigkeit, Dynamik und spontane plastische Gesten werden durch den Brennprozess eingefroren und verdichtet. Sarah Pschorn beweist in ihren Arbeiten ein außerordentliches Verständnis für den Werkstoff Keramik und pflegt gleichzeitig einen unkonventionellen und künstlerisch spannenden Umgang mit dem Material. Oft erinnern ihre Plastiken an Gefäße, Behälter oder Vasen, die zum sinnbildlichen Träger ihrer Ideen und Gedanken werden. Die Künstlerin balanciert und türmt ihre Skulpturen intuitiv, schnell und doch behutsam in die Höhe und lotet dabei die Grenzen des Materials aus. Fragmente, Fundstücke und Abformungen werden dabei genauso miteinbezogen wie historisch bekannte Schmuckformen des Barocks oder Elemente aus der Popart und Moderne.
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Stefan Saxen - Sturm auf das Kapitol

Gerhard-Marcks-Haus

Der Steinbildhauer Stefan Saxen (geb. 1963) entwickelt die Inhalte seiner Arbeiten eher zufällig, oft sind es Fotos von Ereignissen, die auf ihn wirken und die er als Relief umsetzt. In seinem neusten Werk »Der Sturm auf das Kapitol« nimmt er sich der Geschehnisse des 6. Januar 2021 rund um den US-amerikanischen Regierungssitz in Washington D.C. an. Es war ein Angriff von Anhängern des damals noch amtierenden, aber bereits abgewählten US-Präsidenten Donald Trump auf den Kongress der Vereinigten Staaten. Saxen interessierten die psychologischen Aspekte, wer waren die Täter, wie funktionierten die Mitläufer? Das Relief ist zweigeteilt. Im oberen Bereich sieht man Donald Trump, der seine Anhängerschaft in Bewegung setzt, die in der unteren Hälfte als gesichtslose Masse bereitwillig zum Kapitol marschiert. Perspektivisch ungeordnet agieren Köpfe unterschiedlicher Größe und irritieren. Sie springen den Betrachter*innen frontal entgegen, sodass man die emotionale Wucht der Masse intensiv spürt. (Abb.: Stefan Saxen, Sturm auf das Kapitol, Ausschnitt, Relief, 2022, Obernkirchener Sandstein)
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Gerhard Marcks - Auf dem Sportplatz

Gerhard-Marcks-Haus

Ein wichtiger Impuls für die moderne Bildhauerei war die Ablehnung akademischer Themen. Die Künstler*innen suchten Motive im Alltag und der sich gleichzeitig entwickelnde Massensport wurde zu einer beliebten Anregung. Sport verwies auf „heute“. Er stellte sie vor neuen Herausforderungen, wenn es um die Darstellung von Bewegung ging. Und mindestens so wichtig, entsprach es ihrer Idee einer Demokratisierung der Kunst, da bis auf diejenigen, die in alte Kunsturteile festsaßen, alle Bürger*innen eine Vorstellung davon hatten. Für Gerhard Marcks war der Sport von Anfang an eine wichtige Inspirationsquelle. (Abb.: Gerhard Marcks, Läufergruppe, 1923, Bronze © VG Bild-Kunst, Bonn 2023)
Ausstellungen | Museum

Gerhard-Marcks-Haus

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Gezeigt werden nicht nur Klassiker wie Moore, Maillol oder Giacometti, sondern auch jüngere Künstler, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist. Im Gerhard-Marcks-Haus hat sich in fast 40 Jahren ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in ihren Ausstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum der Museumsarbeit rückt. Den Grundstein dafür legte im Jahre 1969 einer der wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks. Seine Stiftung bewahrt das Lebenswerk seines Namenspatrons. Nicht weniger als 400 Skulpturen, über 14.000 Handzeichnungen und mehr als 1.200 Blätter Druckgraphik bilden den Kern des gegenwärtigen Sammlungsbestands des Museums, der in den letzten Jahren durch weitere Erwerbungen, unter anderem den Nachlass des Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek, bereichert wurde. Grzimek zählt zur nachfolgenden Bildhauergeneration, der die figürliche Bildhauerei in Ost-und Westdeutschland miteinander verbindet.
Ausstellungen | Museum

Weserburg Museum für moderne Kunst Bremen

Das Museum Weserburg zeigt moderne Kunst aus mehreren europäischen Privatsammlungen.
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Hafenmuseum Bremen

Hafengeschichte zum Anfassen - Hafenarbeit, Waren und Schiffe
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Nolde / Rohlfs

Kunsthalle in Emden

Die beiden Norddeutschen Emil Nolde (1867–1956) und Christian Rohlfs (1849–1938) zählen zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus und das, obwohl sie bedeutend älter waren als die expressionistische Avantgarde mit ihren berühmten Gruppierungen des Blauen Reiters in München und der Brücke in Dresden. Als ausgesprochene Einzelgänger lässt sich anhand ihrer Viten ihre individuelle Werkentwicklung hin zu ihrer jeweils einzigartigen Ästhetik nachvollziehen und als Teil der größeren kunsthistorischen Umbrüche um die vorletzte Jahrhundertwende sehen. Darüber hinaus eröffnen die Biografien beider eine historisch-politische Perspektive. Denn während Rohlfs Zeit seines Lebens nicht explizit politisch agierte, war Nolde von der nationalsozialistischen Ideologie fasziniert und diente sich dem NS-Regime an. Die ambivalente Einschätzung des Expressionismus während des Dritten Reichs – zunächst als deutsche Kunst, d.h. als nordischer Expressionismus in Teilen anerkannt, dann als entartet verfemt – führt vor Augen, wie unabgeschlossen Bedeutungszuschreibungen sind und welche Verunsicherungen und Herausforderungen dadurch für unsere Rezeption entstehen. Ausgehend von den Beständen der Kunsthalle Emden und ergänzt durch hochkarätige Leihgaben, wirft die Ausstellung Nolde / Rohlfs. Zwei Künstlerleben durch die kontrastierende Gegenüberstellung beider Nordfriesen die noch immer wichtige Frage nach dem Verhältnis von Person und Werk auf: Verunglimpft die ideologische Haltung eines Künstlers dessen gesamtes Werk? Darf man dieses Werk heute noch betrachtend genießen oder muss man Böses auch im Schönen vermuten? Was lässt sich aus dem Vergleich zweier Künstler, von denen der eine unbelastet, der andere belastet ist, gewinnen? Das Künstlerpaar Lotte Lindner & Till Steinbrenner wird das Projekt begleitend mitgestalten und sich mit den Fragen nach der verzahnten Rezeption von Biografie und Werk auseinandersetzen. Nolde / Rohlfs. Zwei Künstlerleben vereint rund 100 Werke von Emil Nolde und Christian Rohlfs. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der Schriftenreihe Hinter dem Rahmen der Kunsthalle Emden. Abbildungen: links: Emil Nolde, Dampfer auf dem Meer, 1938/1945, Aquarell auf Japanpapier. Kunsthalle Emden © Nolde Stiftung Seebüll rechts: Christian Rohlfs, Goldenes Abendlicht am Lago Maggiore, 1936, Wassertempera und Aquarell auf Bütten. Kunsthalle Emden
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Gerhard Marcks - Ansichtssache

Gerhard-Marcks-Haus

2022 gelang unserem Museum dank großzügiger privater Unterstützung der Ankauf von Gerhard Marcks‘ (1889–1981) »Schreitende Frau mit Tuch« von 1926. Es war die erste lebensgroße Bronzefigur im Werk des Bildhauers. 2022 gelang unserem Museum dank großzügiger privater Unterstützung der Ankauf von Gerhard Marcks‘ (1889–1981) »Schreitende Frau mit Tuch« von 1926. Es war die erste lebensgroße Bronzefigur im Werk des Bildhauers. Das Format zeigt seinen Anspruch: Der Künstler wollte eine große Figur schaffen, um sich mit der Konkurrenz zu messen. Er wollte auch deutlich zeigen, wie er nach seiner Zeit am Bauhaus durch die Auseinandersetzung mit Auguste Rodin (1840–1917) zu der Lösung eines Dilemmas gekommen war, das die deutsche Bildhauerei seit 1900 beschäftigte: Soll eine Skulptur auf »Einansichtigkeit« hin komponiert werden, wie es in der Tradition Adolf von Hildebrands (1847–1921) hieß, oder gibt es unendliche Ansichten, wie Rodin behauptete? Die Ausstellung zeigt, wie Marcks (s)eine Antwort fand und sich damit in einem europäischen Diskurs positionierte. Sie zeigt auch die Querverbindungen im Werk, die zurückreichen bis zur ersten Paris-Reise von 1914.
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Dietrich Heller - Ungebremst

Gerhard-Marcks-Haus

Wie behauptet sich eine Figur im Raum und mit welchen künstlerischen Mitteln lässt sich diese Wirkung verändern? Eine Frage, die den Bremer Bildhauer Dietrich Heller (geboren 1965) in seinen Arbeiten immer wieder aufs Neue reizt. Seine jüngste Reihe von 12 Stein-skulpturen aus Marmor, Kalkstein und Travertin ist eine Interpretation zur Malerei der Sibyllen und Propheten Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle Roms. Die dynamisch-räumliche Wirkung von Michelangelos Werken faszinierte Heller besonders und bestimmte die Arbeit an seinen eigenen Skulpturen. Hellers Grundthema ist die räumliche Tiefe der Skulptur. Durch eine leichte Neigung des Steins nach vorn und einen auf die vordere Ebene gesetzten Fluchtpunkt erhält der massive Stein eine Art „Zoom-Effekt“. Bei der gewohnten Zentralperspektive laufen die gedachten Fluchtlinien auf einen Punkt im Hintergrund zu. Bei Hellers Skulpturen ist es umgekehrt. Das erzeugt Spannung und täuscht Bewegung vor. Zur Verstärkung meißelt der Künstler die Fluchtlinien seitlich in den Stein. Bei seiner bildnerischen Absicht kalkuliert der Bildhauer stark mit der Wahrnehmung und den Sehgewohnheiten des Betrachters: Wann beginnt sich eine Form in der Betrachtung aufzulösen? Bildunterschrift: Dietrich Heller, Dichtung BildRaumBewegung XV (Libica), 2016, Kalkstein aus Österreich, Sammlung: Gerhard-Marcks-Haus, Bremen © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
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Weaving Echoes

Gerhard-Marcks-Haus

Die Ausstellung der Meisterschüler*innen der Hochschule für Künste Bremen (HfK) gibt einen facettenreichen Einblick in die Qualität und Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion Bremens. Präsentiert werden ausnahmslos neue Werke. Die Meisterschüler*innen vertreten die gesamte Breite der Gegenwartskunst von Malerei, Keramik und Plastik bis hin zu ortsbezogenen Interventionen, Klangarbeiten sowie Raum- und Videoinstallationen. Ein besonderer Höhepunkt ist die an die Ausstellung gekoppelte Verleihung des Karin Hollweg Preises am Donnerstag, den 14. Juli um 18.30 Uhr. Mit 15.000 Euro dotiert gehört er zu den wichtigsten Kunstförderpreisen an deutschen Kunsthochschulen. Die Ausstellung im Gerhard-Marcks-Haus ist ein gemeinsames Projekt von zehn Meisterschüler*innen der HfK-Bremen und dem Museum. Die ausstellenden Künstler*innen: Aria Farajnezhad, Christian Andrés Rosales Fonseca, Yohan Koo, Elizaveta Kovalenko, Stéphane Tony Krust, Jiwoo Park, Martin Reichmann, Konstanze Spät, Nala Tessloff, Francisco Valenca Vaz. „Weaving Echoes“ steht für zwei Formen von Beziehung: Die erste ist sehr direkt und bringt (inhaltliche) Fäden zusammen. Die zweite verweist lückenhaft auf etwas, das stattgefunden hat. In der Ausstellung sind beide Beziehungen präsent, zu sehen und zu hören. Im Museumsraum verweben die Künstler*innen eigene individuelle Positionen, die sie in den letzten Jahren erarbeitet haben, mit denen der anderen und legen assoziative Verbindungen in ihre Umwelt und in die Stadt Bremen hinein. „Weaving Echoes“ spiegelt die Vielseitigkeit und auch die grundsätzlich kooperative Haltung dieser jungen Künstler*innen in Bremen wider. Bisher fanden die Meisterschüler*innen-Ausstellungen in der Weserburg – Museum für moderne Kunst statt. Künftig werden sie jedes Jahr in einem anderen Bremer Museum oder Ausstellungshaus gezeigt.
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Frieder Nake

Gerhard-Marcks-Haus

Vier brandneue Installationen sowie eine kleine Auswahl grafischer Blätter von 1965/67 zeigt der Bremer Frieder Nake (geb. 1938) im Pavillon. Diese Grafiken gehörten Mitte der 1960er-Jahre zu den weltweit ersten, die unter dem Begriff »Computerkunst« ausgestellt wurden. Mit ihnen begannen Mathematiker*innen und Ingenieur*innen »Bilder zu denken«, ihre Herstellung aber Computern zu überlassen. Heute ist man an solche Objekte gewöhnt. Damals aber begann damit eine algorithmische Revolution. Seine neuen Installationen nennt Nake »Dynamische algorith-mische Bilder«. Sie entstehen vor Ort in permanentem Wandel, während Computer rechnen, ohne sich zu wiederholen. Mit ihnen gewinnt algorithmische Kunst ihre Eigenständigkeit, ihre ganz eigene Qualität.
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Heinz-Günter Prager

Gerhard-Marcks-Haus

Prager (geb. 1944) ist ein Meister der geometrischen Verknappung und ein Systematiker der Bildhauerei. Radikale Form, strickte Geometrie, die weder Assoziationen noch Illusionen erlaubt: Mehr will und braucht Prager nicht. Deshalb beschränkt er sich stringent auf Kreis, Dreieck, Rechteck, Quadrat, Rund- und Vierkantstäbe. Prager ist einer der wichtigsten deutschen Vertreter der Konkreten Kunst seit den 1960er-Jahren; im Zentrum seines Schaffens stehen gegenstandslose Stahlskulpturen aus industriell gefertigten Teilen. Er gilt als Wegbereiter und Verfechter der Bodenskulptur, die sich im Gegensatz zur stehenden, vertikalen Skulptur nicht als optisches Sinnbild vom Menschen entfernt, sondern sich unmittelbar auf den Menschen, seine Körpermaße und -erfahrungen (Größe, Gewicht, Ausdehnung, Bewegung) bezieht. Das zur Ausstellung erscheinende Werkverzeichnis dokumentiert die Entwicklung des künstlerischen Schaffens des Künstlers von den Ursprüngen bis zu seinen jüngeren Werken mit einer Einführung von Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses. Die Publikation wird herausgegeben von der Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen im Wienand Verlag, Köln.
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Rainer Mordmüller

Gerhard-Marcks-Haus

Das Gerhard-Marcks-Haus würdigt den Maler und Grafiker Rainer Mordmüller (geb. 1941) anlässlich seines 80. Geburtstags mit einer Ausstellung im Obergeschoss des Museums. Den Schwerpunkt bildet seine langjährige Auseinandersetzung mit der Skulptur. Zweimal, in den Jahren 1984/85 und seit 2019 hat der Künstler selbst eine Gruppe von Plastiken modelliert, in denen er den leichten und bewegten Gestus seiner Gemälde in das dreidimensionale Medium überträgt. Gezeigt werden neben den Skulpturen auch Gemälde und Druckgrafiken, die verdeutlichen, wie die Bildhauerei von Kolleg*innen, allen voran Fritz Wotruba (1907–1975), seit den 1960er-Jahren seine Auf-fassung von Figur beeinflusst hat. Mordmüller studierte in den 1960er-Jahren in Berlin und Paris. Er lebt und arbeitet heute in Bremen und Paris.
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Heinrich Meyer

Gerhard-Marcks-Haus

»Kein Stein bricht wie ein zweiter: Man muss die Kräfte bündeln und das Wesen in den Raum stellen«, sagt Heinrich Meyer (geb. 1963). Er ist ein Bildhauer, der die im Naturstein vorhandene Zeichnung mit plastischen Motiven verbindet und dann scheinbar realistische Bilder von Landschaft herausarbeitet. Aus dieser Verbindung lässt sich die besondere Wirkung seiner Steine erklären: Sie potenzieren das »Sowohl-Als-Auch« der Bildhauerei, immer Material und Bild gleichzeitig zu sein. Die Werke erwecken den Eindruck, als würde sich das Gesehene aus der Logik des Steins ergeben. Jedoch in der vertieften Wahrnehmung löst sich die Trennung von Material und Bild auf.
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Koper/Ogiermann

Gerhard-Marcks-Haus

Die vierte gemeinsame Arbeit der bildenden Künstlerin Dina Koper (geb. 1967) und des Komponisten Christoph Ogiermann (geb. 1967) ist ein visuell-elektroakustisches Projekt. Grundausstattung des Raums sind »Fraktale Gehänge«, die Koper aus unzähligen Abbildungen und Zeichnungen zusammensetzte. Licht und Videoprojektionen erzeugen stets neue skulpturale Raumeindrücke. Dazu gibt es aus instabilen Schwingkreisen gewonnene elektroakustische Musik, die an »natürliche« Massenphänomene erinnert.
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Dorothea Prühl

Gerhard-Marcks-Haus

»Schmuck ist mir wichtig in seiner ursprünglichen Bestimmung. Dazu gehören Tragbarkeit, Haltbarkeit und Kostbarkeit im weitesten Sinne. Am Material interessieren mich neben den ästhe-tischen vor allem die formbestimmenden Eigenschaften«, beschreibt Dorothea Prühl (geb. 1937) ihre Kunst. Sie schafft Schmuck wie Skulptur: Ihr Werk entstammt der Tradition der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle, wo die Tradition des frühen Bauhauses auch nach dem Zweiten Weltkrieg weitergeführt wurde. Die Idee, dass bildende Kunst und Design sich gegenseitig befruchten, führte dort zur Einrichtung einer Metallwerkstatt, die sowohl in Richtung Bildhauerei als auch in Richtung Schmuck ausbildete.
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Elisabeth Wagner

Gerhard-Marcks-Haus

Elisabeth Wagner (geb. 1954) wechselt mit großer Selbstverständlichkeit und Souveränität zwischen abstrakten und figürlichen Modi. Elisabeth Wagner (geb. 1954) wechselt mit großer Selbstverständlichkeit und Souveränität zwischen abstrakten und figürlichen Modi. Ihr Œuvre umspannt den weiten Bogen von gegenstandslosen Formen und Objekten bis hin zu den Bildnisbüsten nach berühmten Porträts der Malereigeschichte sowie Mensch- und Tierfiguren. Gips, Pappe, Papier und Draht sind ihre bevorzugten Materialien, aus denen sie ihre Skulpturen formt und zusammenfügt. Der Herstellungsprozess bleibt sichtbar und nachvollziehbar. In ihrer Kunst erkundet die Künstlerin die Funktion des Raums; von Fall zu Fall lotet sie die Beziehung zwischen Motiv, Material und Umraum neu aus. Figurativ oder abstrakt: Der Grundton ist derselbe, stets thematisiert Elisabeth Wagner, wie sie selbst sagt, die Zerbrechlichkeit des Lebens.

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