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Ausstellungen | Ausstellung

Keine Freundin von …

Gerhard-Marcks-Haus

Heute noch wird mit einer großen Selbstverständlichkeit die (falsche) Aussage wiederholt, Künstlerinnen und besonders Bildhauerinnen habe es bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum gegeben. Käthe Kollwitz, Renée Sintenis und Milly Steger u. a. werden als Bildhauerinnen gemeinsam mit ihren malenden Kolleginnen wie Paula Modersohn-Becker, Sophie Taeuber-Arp und Gabriele Münter als »solitäre Erscheinungen« in den Ausstellungen gezeigt. Häufig in enger Verbindung mit ihren kunstschaffenden Ehemännern und Freunden. Die Kabinettausstellung »Keine Freundin von…« im Gerhard-Marcks-Haus widmet sich einer Gruppe von Bildhauerinnen losgelöst von ihren sozialen und familiären Netzwerken. Ausgangspunkt ist dabei die Bildhauerin Hanna Koschinsky (1884-1939), die mit ihren Plastiken am Puls der zeitgenössischen Entwicklungen war, an europäischen Hotspots der Bildhauerei erfolgreich ausstellte und arbeitete – und trotzdem heute als unbekannt gilt. »Keine Freundin von…« macht Bildhauerinnen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts sichtbar, deren Arbeiten zeitgenössische Beachtung fanden und unverdient in Vergessenheit gerieten.
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Bettina Thierig

Gerhard-Marcks-Haus

Indem die Bildhauerin Bettina Thierig (geb. 1964) Naturbeobachtung, wissenschaftliche Ordnungssysteme und künstlerische Intuition zusammenführt, schafft sie Arbeiten, die gleichermaßen sinnlich erfahrbar sind und zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch, Umwelt und Wissenschaft einladen. Ihre Steinskulpturen sind zurückhaltend im Gestus und fordern durch ihre starke Präsenz zu einem Dialog mit der eigenen Körperlichkeit auf. Auch in ihren Papierarbeiten ist die künstlerische Forschungsarbeit sichtbar. Seit mehreren Jahren widmet sich Thierig der Anatomie der Bienen. Im Besonderen hat sie dabei deren Flügel mithilfe des Mikroskops ins Visier genommen und davon detaillierte Aufnahmen angefertigt. Anschließend arrangiert sie die Strukturen frei und assoziativ neu auf Papier. Zu sehen sind außerdem Linoleumdrucke, die sich mit Bodenerde und deren Lebewesen beschäftigen. (Bild: Bettina Thierig, Collage: „Collembola in Blau“, 2025, Papier auf Papier)
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Olaf Brzeski

Gerhard-Marcks-Haus

Erstmals in Deutschland zeigt das Gerhard-Marcks-Haus eine Einzelausstellung des Bildhauers, Zeichners und Filmemachers Olaf Brzeski (geb. 1975). Der Künstler nutzt verschiedene Medien, um Geschichten zu erzählen: über sein Leben, seine Ängste, Träume und Visionen. Dabei verbindet er mit großer Leichtigkeit Popkultur, obskure tibetische Mythen und Privates. Brzeski arbeitet in unterschiedlichen Modi und Techniken, die er jedes Mal neu ergründet, mal massiv, mal leicht, fast zeichnend im Raum. Ebenso variiert er den Maßstab seiner Arbeiten, sodass sich Besucher*innen auf sehr unterschiedliche Seherfahrungen freuen können. Der englische Titel der Ausstellung »Feast« kann sowohl Substantiv als auch Verb sein und verbindet all die Aspekte, die dem Künstler wichtig sind. Augenweide, Bewirten, Ergötzen, (ausschweifend) Feier(n), (ein) Festmahl (bereiten), Schwelgen. Kurz: ein vielseitiges visuelles Festmahl.
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Olaf Brezski

Gerhard-Marcks-Haus

Olaf Brzeski erzählt Geschichten mithilfe von Film, Zeichnung und Skulptur. Seine Kunstwerke haben oft einen alltäglichen Anlass, wie etwa eine durch den Raum kreisende Fliege, die er dann in eine Skulptur umsetzt, oder kommen umgekehrt aus tiefem Unterbewussten, wenn er die Begegunungen in seinen Träumen zum Ausgangspunkt für seine Filme macht. Dabei nutzt und mischt er mit großer Selbstverständlichkeit viele Bildtraditionen zwischen Kunstgeschichte und zeitgenössischer Medienwelt. (Bild: Olaf Brzeski, Sonia, 2023, ceramic)
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Aria Farajnezhad - The Wreckage of the Sunk Ship

Gerhard-Marcks-Haus

Im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses setzt sich Aria Farajnezhad (geb. 1989) mit dem kolonialen Mosaik-Wandbild im Bremer Hauptbahnhof auseinander. Im Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses setzt sich Aria Farajnezhad (geb. 1989) mit dem kolonialen Mosaik-Wandbild im Bremer Hauptbahnhof auseinander. Er konfrontiert die Betrachter*innen mit einer Sammlung von überschriebenen Keramik-Mosaiken und Audioaufnahmen von Gesprächen, in denen kritisch über die Rolle Bremens im Kolonialismus diskutiert wird. Auch struktureller Rassismus und weltweite Ungleichheit werden thematisiert. Das Projekt startete im Mai 2023 unter dem Titel »Beyond Undoing A Rediscovery« und nach Stationen in der GAK, Städtischen Galerie Bremen und im Horner Eck wird die Reihe im Gerhard-Marcks-Haus ab Dezember fortgesetzt. (Bild: Aria Farajnezhad, Mosaik an der Treppe des Gebäudes „Senat für Inneres Bremen“ gelehnt (Totale), Installation)
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Gerhard Marcks - Ab die Post!

Gerhard-Marcks-Haus

1989 gab die Deutsche Bundespost zu Ehren und zur Feier des 100. Geburtstags von Gerhard Marcks (1889–1981) eine Briefmarke heraus. 1989 gab die Deutsche Bundespost zu Ehren und zur Feier des 100. Geburtstags von Gerhard Marcks (1889–1981) eine Briefmarke heraus. Das Motiv der Marke zeigt Marcksʼ Holzschnitt »Die Katzen«, den er 1921 während seiner Zeit am Staatlichen Bauhaus in Weimar schuf. Die Briefmarke mit einem Wert von 60 Pfennig wurde von Günter Jacki (geb. 1936) gestaltet und in einer Auflage von 31.600.000 Stück gedruckt. Die Ausstellung »Ab die Post!« zeigt nicht nur Skulpturen, Druckgrafiken und Exponate rund um die »Geburtstagsmarke«, sondern beschäftigt sich auch mit Marcks’ eigenen Entwürfen für Briefmarken 1945 und seiner Passion fürs Briefeschreiben. (Bild: Gerhard Marcks, Hahn im Regen, Bronze)
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Anna Franziska Schwarzbach - Alles Eisen

Gerhard-Marcks-Haus

Mit Anna Franziska Schwarzbach (geb. 1949) stellt das Gerhard-Marcks-Haus eine in Westdeutschland nahezu unbekannte Berliner Bildhauerin vor. Mit Anna Franziska Schwarzbach (geb. 1949) stellt das Gerhard-Marcks-Haus eine in Westdeutschland nahezu unbekannte Berliner Bildhauerin vor. Aus ihrem vielseitigen Œuvre greift die Ausstellung das Thema »Eisen« als ein Material heraus, mit dem Schwarzbach ohne ein den in der DDR offiziell geförderten Künstlern zugewiesenes Bronzekontigent in Metall arbeiten konnte. Dabei bezieht sie sich einerseits auf die Brandenburger Tradition des Eisengusses, entdeckte aber andererseits in dem Material neue Möglichkeiten, Verletzung und Versehrtheit auszudrücken. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstgussmuseum Lauchhammer, wo 2025 das 300-jährige Jubiläum des Eisengusses in Deutschland gefeiert wird. (Bild: Anna Franziska Schwarzbach, Narzis, 1991, Eisen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024)
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Emese Kazár - Das Nebenhaus

Gerhard-Marcks-Haus

Ausgangspunkt der eigens für den Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses konzipierten Installation ist die Textilie als zweite Hülle des Körpers. Mittels Malerei, Fotografie und Objekt greift Emese Kazár die Tradition der Bilderzählung der Renaissance-Malerei auf und verknüpft diese mit Material aus dem eigenen Familiennachlass. (Bild: Emese Kazár, ohne Titel, 2011, Fotografie)
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Sabine Schellhorn - Abgestaubt!

Gerhard-Marcks-Haus

Sabine Schellhorn arbeitet orts- und anlassbezogen. So auch in ihrem Projekt ABGESTAUBT, dort bringt sie Grundrisse und Kehricht von Ausstellungsorten zusammen. Das Gerhard-Marcks-Haus sammelte für die Künstlerin zwei Jahre lang Zusammengekehrtes, damit setzt Schellhorn eine speziell für den Ort entwickelte, temporäre Raum-Installation um. Weiterhin wird eine Werkserie zu sehen sein, die sich auf Ausstellungsräume bezieht, die die Künstlerin in den letzten Jahrzehnten bespielte. (Bild: Sabine Schellhorn, Plan 40, 2022 , Kehricht (von Tor 40) auf Wand, temporäre Installation, Foto: Jens Weyers, VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
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Thomas Duttenhoefer - Kein Bildhauer!

Gerhard-Marcks-Haus

»Eigentlich bin ich kein Bildhauer im klassischen Sinne, sondern ich sehe mich mehr – ein schönes altes Wort – als Bildner.« Thomas Duttenhoefer (geb.1950) betont, dass er »Bilder« macht, auch – oder gerade, weil – sie dreidimensional sind. Er verbindet Darstellung mit plastischer Wucht und nutzt für seine figürliche Kunst auch mit großer Selbstverständlichkeit die Errungenschaften der gegenstandslosen Bildhauerei. Im Zentrum von Duttenhoefers Plastiken steht die menschliche Figur und das Nachdenken über die Themen rund um Sterben und Krankheit, Mythologie und Ikonografie, sowie Bewegung und Porträt. Besonderer Reiz liegt für ihn dabei im Existentiellen, Animalischen und Unberechenbaren, aber auch in den Nöten und der Verletzlichkeit der Kreatur. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die verschiedenen Kosmen seines Œuvres und legt Verbindungen zwischen Arbeiten aus frühen Werkphasen hin zu Duttenhoefers neuen Plastiken. Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein Werkverzeichnis. (Bild: Thomas Duttenhoefer, Sitzender Pan mit Nymphe, 2009, Bronze, Privatbesitz)
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Leiko Ikemura - Floating Spheres

Kunsthalle in Emden

Leiko Ikemura verbindet in ihrer Kunst asiatische und europäische Traditionen. Sie erschafft eine einzigartige Bildwelt, die ebenso durch zarte, poetische Elemente wie auch durch intensive Ausdruckskraft fasziniert. In ihrem Kosmos aus Pflanzen, Tieren, Landschaften und Darstellungen des menschlichen Antlitzes verweisen Zwitterwesen und Kreatürliches auf die japanische Märchen- und Sagenwelt. Klassische europäische Themen wie Landschaften und Porträts treffen auf japanische Prinzipien der Andeutung, Unvollständigkeit und Asymmetrie. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch das vielseitige Schaffen von Leiko Ikemura. 75 Werke aus Malerei, Grafik, Fotografie, Video und Skulptur spannen einen Bogen von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart. Dabei inszeniert die Ausstellung Ikemuras einzigartige Themenwelt nicht als klassische Retrospektive, sondern als Sinfonie ihrer zentralen Motive. Die Werke strahlen eine stille Kraft aus, die sowohl fragil als auch kraftvoll wirkt. Damit wird Ikemuras außergewöhnliches Schaffen in einer Ausstellung erlebbar, die die Grenzen zwischen den Künsten überschreitet und neue Perspektiven auf Raum, Form und Licht eröffnet. (Abbildung: Leiko Ikemura, Colonia, 2014, Tempera auf Jute, 190 x 290 cm © Courtesy Leiko Ikemura und VG Bild-Kunst, Bonn 2024. Foto: Jörg von Bruchhausen)

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