Hansische Kreditwirtschaft im Mittelalter. Quellen, Orte, Fragestellungen
Prof. Dr. Mathias Kluge studierte Geschichte, Germanistik und Bibliothekswissenschaft in Augsburg und Berlin. Er war Visiting Assistant Professor an der University of Alberta in
Edmonton (Kanada) und Fellow des Historischen Kollegs in München. Seit 2025 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bremen.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht der Lübecker Kaufmann Hildebrand Veckinchusen, dessen Briefe und Geschäftsbücher heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählen. Sein Nachlass umfasst den umfangreichsten überlieferten Briefwechsel eines mittelalterlichen Kaufmanns
nördlich der Alpen und hat deshalb auch ein breiteres Publikum erreicht, etwa durch Beiträge im ZDF und in SPIEGEL Geschichte.
Umso bemerkenswerter ist es, dass diese Briefe in mancher Hinsicht noch wenig erforscht sind. Hier setzt unsere Arbeit an der Universität Bremen an: An der Schnittstelle von
Wirtschafts- und Kulturgeschichte werden die Briefe als Zeugnisse vormoderner Kreditwirtschaft ausgewertet. Sie eröffnen Einblicke in die riskanten Praktiken finanzgetriebener
Akteure und zeichnen ein lebendiges Bild der hansischen Welt, in der wirtschaftlicher Erfolg ebenso möglich war wie spektakuläres Scheitern.
Edmonton (Kanada) und Fellow des Historischen Kollegs in München. Seit 2025 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bremen.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht der Lübecker Kaufmann Hildebrand Veckinchusen, dessen Briefe und Geschäftsbücher heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählen. Sein Nachlass umfasst den umfangreichsten überlieferten Briefwechsel eines mittelalterlichen Kaufmanns
nördlich der Alpen und hat deshalb auch ein breiteres Publikum erreicht, etwa durch Beiträge im ZDF und in SPIEGEL Geschichte.
Umso bemerkenswerter ist es, dass diese Briefe in mancher Hinsicht noch wenig erforscht sind. Hier setzt unsere Arbeit an der Universität Bremen an: An der Schnittstelle von
Wirtschafts- und Kulturgeschichte werden die Briefe als Zeugnisse vormoderner Kreditwirtschaft ausgewertet. Sie eröffnen Einblicke in die riskanten Praktiken finanzgetriebener
Akteure und zeichnen ein lebendiges Bild der hansischen Welt, in der wirtschaftlicher Erfolg ebenso möglich war wie spektakuläres Scheitern.