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Aufführungen / Theater Theater am Goetheplatz Bremen Bremen, Am Goetheplatz 1-3
Literatur | Lesung

LiteraTour Nord

Theater am Goetheplatz

Auf die LiteraTour Nord gehen jeden Winter sechs Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und lesen aus ihren Neuerscheinungen in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg, Hannover und Osnabrück – in den örtlichen Literaturhäusern und Buchhandlungen, moderiert von Professor:innen. Sie bewerben sich damit um den „Preis der LiteraTour Nord“, der seit 2006 von der VGH Stiftung ausgelobt wird und mit 15.000 Euro dotiert ist. Die Jury besteht aus den Veranstaltern und Moderator:innen sowie dem Publikum. Die bisherigen Preisträger:innen sind: Bernd Eilert, W.G. Sebald, Wilhelm Genazino, Anne Duden, Robert Gernhardt, Christoph Hein, Emine Sevgi Özdamar, Dirk von Petersdorff, Josef Haslinger, Bodo Kirchhoff, Liane Dirks, Hartmut Lange, Terézia Mora, Karl-Heinz Ott, Thomas Hürlimann, Katja Lange-Müller, Jenny Erpenbeck, Matthias Politycki, Iris Hanika, Gregor Sander, Marica Bodrožic´, Ralph Dutli, Michael Köhlmeier, Ulrich Schacht, Tilman Rammstedt, Lukas Bärfuss, Joachim Zelter und Ulrike Draesner. Moderation: Prof. Dr. Axel Dunker, Uni Bremen Lesungen: So 4. Dezember: Senthuran Varatharajah So 15. Januar: Steffen Mensching So 29. Januar: Fatma Aydemir
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Rentierpunsch

Kleines Haus

Die Geschenke gekauft, die Plätzchen gebacken, der Weihnachts-Besuch (zum Glück) noch nicht im Haus – da bleibt Zeit, sich zum gemütlichen Rentierpunsch im Kleinen Haus zusammenzusetzen und bei garantiert künstlichem Kerzenschein und Kaminfeuer weihnachtlichen Geschichten zu lauschen. Am Zweiten Advent, 4. Dezember 2022, lesen Schauspieler Siegfried W. Maschek und Guido Gallmann aus Roddy Doyles „Rover rettet Weihnachten". Als Rudolf, das Rentier mit der roten Nase, krank ist, muss Ersatz her ... und so springt Hund Rober ein, um Weihnachten zu retten. er weihnachtlichen Geschichten zu lauschen.
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Meine Damen und Herren, wir brauchen einen Freiwilligen

Kleines Haus

In Kooperation mit globale° „Herkunft ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache und Scham, Ankommen und Zurechtkommen, Glück und Tod.“ (Saša Stanišić) Wenn es Erinnerungen gibt, dann gab es Geschehnisse und diese weiß Saša Stanišić in kluger, verspielter sowie poetischer Schreibkunst in seinem Roman „Herkunft“ aufzuzeichnen. In seinem bekanntesten Werk, das 2019 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, geht es um reale und fiktive Erzählungen über Herkunft und Zugehörigkeit. Der Autor schafft vielschichtige autobiografische Porträts über sein Herkunftsland, den Wohnort, die Familie und das Ankommen. Ein Tanz zwischen dem Gewesenen und Gegebenen. In Kooperation mit globale° – Festival für grenzüberschreitende Litaratur, Deutscher Literaturfonds und Stiftung Pro Helvetia
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Lize Spit: Ich bin nicht da

Kleines Haus

Im Rahmen der globale° 2022 Nach ihrem Debüt „Und es schmilzt“ (2017), mit dem Lize Spit 2017 Gast bei der globale° war, ist die niederländisch-flämische Autorin nun zurück mit ihrem zweiten Roman. In diesem verhandelt sie die Geschichte des Paares Leo und Simon und die Frage, was mit der Beziehung passiert, wenn eine Hälfte aufgrund einer psychischen Krankheit sich immer mehr aus dem bisherigen Leben zurückzieht. Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

Kleines Haus

Im Rahmen der globale° 2022 Die Geschichte eines Aufbruchs: In einer sibirischen Kleinstadt leben in einer Kommunalka auf engstem Raum Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin. Katerina Poladjan erzählt elegant und mit Anklängen große russische Literatur vom gleichförmigen Alltag dieser bunt zusammengewürfelten Gemeinschaft, vom ärmlichen Dasein in einem „verblödeten Land“, von Hoffnungslosigkeit und Resignation, aber auch von Sehnsüchten und verheißungsvollen Zeichen. Sie beobachtet genau und zeichnet in vielen heiteren, manchmal skurrilen Szenen und Dialogen das detailgenaue Bild eines Lebens, in dem Individualität und Privatsphäre kaum einen Platz hatten, an der Schwelle zum ersehnten und herbeiphantasierten Neubeginn. Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Khue Pham: Wo auch immer ihr seid / Laura Cwiertnia: Auf der Straße heißen wir anders

Kleines Haus

Im Rahmen der globale° 2022 Die Struktur der Geschichten ist ähnlich: Die Großmutter stirbt, die Familiengeheimnisse werden gelüftet, zum ersten Mal werden Fragen gestellt. Und die Protagonistinnen werden aus ihrem gewohnten Leben in Deutschland gerissen und begeben sich auf die Suche nach Antworten. Doch reisen wir bei der Lektüre in unterschiedliche Länger. Bei Khue Pham geht es um die Aufarbeitung der vietnamesischen Geschichte, des Krieges zwischen Nord – und Südvietnam. Laura Cwiertnia schildert die Verfolgung der Armenier im Osmanischen Reich im Ersten Weltkrieg und in der Türkei der Nachkriegszeit. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Behzad Karim Khani: Hund, Wolf, Schakal

Kleines Haus

Im Rahmen der globale° 2022 Nach der Hinrichtung der Mutter im Tumult der iranischen Revolution fliehen der elfjährige Saam und sein kleiner Bruder Nima mit ihrem Vater nach Deutschland. Doppelt fremd im arabisch dominierten Neukölln, fristet der Vater ein Leben zwischen Taxifahren, Backgammon und Scham, während Saam versucht, die Rolle des Familienoberhaupts auszufüllen. Mit allen Mitteln erkämpft er sich Respekt unter den brutalen Straßengangs, um seinen Bruder Nima zu beschützen. Bis er eines Tages zu weit geht. Es geht um das Martyrium eines sensiblen Jungen, der zum Monster wird. Seinen Bruder, der sein Leben nur durch Flucht stabilisieren kann. Und ihren Vater, der seine Tage absitzt wie eine Strafe. Eine harte Geschichte. Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Paul Bokowski: Schlesenburg

Kleines Haus

Im Rahmen der globale° 2022 Schlesenburg. So heißt die Siedlung am Stadtrand, in der fast mehrheitliche Familien aus Polen wohnen. Sie alle tragen Hoffnungen und Träume in sich, sie alle teilen den Schmerz über eine verlassene Heimat und die Suche nach einer Neuen. Es ist Sommer ´89, und eine Wohnung in der Burg geht in Flammen auf. Dieser Brand löst eine Kette von Ereignissen aus, die alle in der Burg verändern. Es ist ein Jahr des Suchens, der Trauer und des Drangs zu wissen, wo man herkommt. Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Robert Menasse: Die Erweiterung

Theater am Goetheplatz

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Bremen Im Rahmen der globale° 2022 Zwei Männer, verbunden durch einen Schwur, den sie im polnischen Untergrundkampf gegen das kommunistische Regime geleistet haben, gehen nach dessen Zusammenbruch getrennte Wege. Während der eine schließlich polnischer Ministerpräsident wird, macht der andere nach dem EU-Beitritt Polens in der Europäischen Kommission Karriere und ist zuständig für die Erweiterungs-Politik. Über den Beitritt Albaniens kommt es zum politischen Konflikt und schließlich zu unversöhnlicher Feindschaft. Innerhalb dieses Rahmens entscheiden sich in Menasses Folgeroman von „Die Hauptstadt“ eine Vielzahl von Schicksalen. Kühne Pläne werden auf die Probe gestellt werden, bis es zum Showdown kommt, auf dem schwankenden Boden eines albanischen Kreuzfahrtschiffs. Am 5. und 6. November 2022 ist das Festival für grenzüberschreitende Literatur zu Gast am Theater Bremen. Es schafft Begegnungen mit internationalen Autor:innen, die in Lesungen und Gesprächen vorgestellt werden und Bremen zum vielsprachigen Zentrum für zeitgenössisches Schreiben machen. Weitere Informationen unter: www.globale-literaturfestival.de
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Chile - auf dem Weg zu einer neuen Demokratie?

Kleines Haus

Eintritt frei! Anmeldung unter stiftung@vw.uni-bremen.de Proteste von Schüler:innen gegen eine Erhöhung der Metropreise um 30 Pesos führten in Chile im Oktober 2019 zu einer sozialen Revolte (Estallido social). Aus der Kritik an 30 Pesos wurde schnell eine Kritik an der Politik der letzten 30 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur. Die Revolte richtete sich gegen die massive soziale Ungleichheit und mündete in die Forderung nach einer neuen Verfassung. In der bis heute geltenden Verfassung von 1980 aus der Diktatur ist das neoliberale Wirtschaftsmodell verankert. Hier wurde der Grundstein für die Privatisierung in elementaren Lebensbereichen gelegt. In einem Referendum im Oktober 2020 stimmte eine überwältigende Mehrheit der Wähler:innen für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Der direkt gewählte Verfassungskonvent war global die erste (!) verfassungsgebende Versammlung, die geschlechterparitätisch zusammengesetzt war. 17 der 155 Sitze waren für Vertreter:innen indigener Völker reserviert. Am 4. September 2022 werden die Chilen:innen in einem Plebiszit entscheiden, ob sie der neuen Verfassung zustimmen. Die Projektreihe „Aus den Akten auf die Bühne“ ist eine Kooperation der Universität Bremen und der bremer shakespeare company. Seit 2007 wird historische Forschung in szenischen Lesungen auf die Theaterbühne gebracht.
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LiteraTour Nord

Theater am Goetheplatz

Die Autorin liest aus „Die Kriegerin“ Moderation: Axel Dunker Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studierte am Literaturinstitut Hildesheim. 2019 erschien ihr Debütroman „Milchzähne“, für den sie u. a. für den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominiert war. Lisbeth und die Kriegerin kennen sich seit der Ausbildung bei der Bundeswehr. Sie haben sich für das Militär entschieden, weil sie einen Körper wollen, der nicht verwundbar ist – um der Welt mit einem zur Faust geballten Herzen begegnen zu können. Dabei ist Lisbeth sehr empfindsam und schützt sich, indem sie die Distanz wahrt. Doch als sich ein Feldwebel brutal an ihr vergreift, schwindet auch diese Sicherheit. Ein Roman über zwei Frauen, deren oberstes Gebot lautet, sich nicht verletzlich zu machen, über Wunden, Gewalt und Traumata. Eine Veranstaltung der Buchhandlung Geist, des Bremer Literaturkontor e.V. und der Universität Bremen
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Nora Bossong: Die Geschmeidigen

Theater am Goetheplatz

In Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor Moderation: Jens Laloire Was zeichnet die Generation aus, die in unserem Land gerade dabei ist, in einer ausgeprägten Krisenperiode das Ruder zu übernehmen? In „Die Geschmeidigen“ präsentiert Autorin Nora Bossong, in Bremen geboren, eine messerscharfe Analyse ihrer eigenen Generation und fragt, wie wir uns den ungelösten Herausforderungen stellen können und wie gemeinschaftliches Handeln möglich ist. Nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kalten Krieges dachten viele Menschen in Deutschland, die großen existenziellen Fragen seien entschieden und es ginge nur noch um den Feinschliff des guten Lebens. Durch 9/11 erlitt die in den 90ern kultivierte Partylaune ihren ersten Dämpfer, spätestens ab 2008 dann stapelten sich die globalen Probleme: Finanzkrise, Ungleichheit, Fluchtbewegungen, Demokratiefeindlichkeit, Klimawandel … Wie schlagen sich die heute um die 40-Jährigen mit diesen unerwartet massiven, bislang ungelösten Herausforderungen? Können sie ihrer Verantwortung gerecht werden? Oder sind sie nur zur Schadensbegrenzung in der Lage, sodass wir eher auf die nachfolgenden Generationen, darunter jene um Greta Thunberg, hoffen müssen? Bossong diskutiert auch Ideen für eine demokratische Zukunft, in der möglichst viele für das Ideal des gemeinschaftlichen Handelns begeistert werden. Denn darauf kommt es mehr denn je an.
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Herta Müller

Theater am Goetheplatz

Die Autorin liest und zeigt Collagen aus ihrem Buch „Der Beamte sagte“ u. a. Im Rahmen von Poetry on the Road Moderation: Katrin Krämer Im Rahmen von Poetry on the road wird die Nobelpreisträgerin Herta Müller Auszüge aus ihren Büchern „Der Beamte sagte“ und „Atemschaukel“ lesen. „Der Beamte sagte“ ist eine Geschichte in Collagen. Gezeigt werden Szenen im Auffanglager einer deutschen Kleinstadt. Aberwitzige Gespräche zwischen dem Beamten Herrn Fröhlich von der Prüfstelle B und anderen kuriosen Staatsdienern werden zu unfreiwillig komischen Schlagabtäuschen. Und dann ist da das Heimweh der Geflohenen, aber „Heimweh ist keine gute Idee“. Im Gespräch mit Katrin Krämer wird Herta Müller über die Entstehungsgeschichte der Collagen in ihrem Werk sprechen und generell über ihr Werk.
Literatur | Lesung

Vorlesemarathon: Dschinns

Theater am Goetheplatz

Mitglieder aus den Ensembles und weitere Gäste lesen aus dem Roman von Fatma Aydemir Im Rahmen von Common Ground Eintritt frei!
Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

Culturall.info - Buchtipps

August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

Culturall.info - Buchtipps

Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

Culturall.info - Buchtipps

Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

Culturall.info - Buchtipps

Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
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POETRY im Wilhelm Wagenfeld Haus

poetry on the road

Mit Maud Vanhauwaert (Belgien) In Kooperation mit dem Wilhelm Wagenfeld Haus. Preise: Erwachsene: € 12,– Familien (max. 2 Erwachsene & 3 Kinder von 4-17 Jahre): € 24,– Single-Familien: € 12,– Late-Night-Ticket ab 23 Uhr: € 6,– Die Eintrittsbändchen für die Lange Nacht der Bremer Museen erhält man bei allen teilnehmenden Museen, im Pressehaus des Weser-Kuriers und in den Tourist-Informationen im Bremer Hauptbahnhof und in der Böttcherstraße 4. Die Eintrittsbänder gelten während der Langen Nacht (von 17 bis 3 Uhr) als Fahrscheine im Tarifgebiet 1 des VBN, in der historischen Straßenbahn und auf den Schiffen. Die Abfahrtzeiten der Fähre, die euch unter anderem bis nach Bremen Nord bringt, entnehmt ihr ab April dem Programmflyer.
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POETRY im Gerhard-Marcks-Haus

poetry on the road

Mit Volha Hapeyeva (Belarus) In Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus Preise: Erwachsene: € 12,– Familien (max. 2 Erwachsene & 3 Kinder von 4-17 Jahre): € 24,– Single-Familien: € 12,– Late-Night-Ticket ab 23 Uhr: € 6,– Die Eintrittsbändchen für die Lange Nacht der Bremer Museen erhält man bei allen teilnehmenden Museen, im Pressehaus des Weser-Kuriers und in den Tourist-Informationen im Bremer Hauptbahnhof und in der Böttcherstraße 4. Die Eintrittsbänder gelten während der Langen Nacht (von 17 bis 3 Uhr) als Fahrscheine im Tarifgebiet 1 des VBN, in der historischen Straßenbahn und auf den Schiffen. Die Abfahrtzeiten der Fähre, die euch unter anderem bis nach Bremen Nord bringt, entnehmt ihr ab April dem Programmflyer.

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