culturall.kultur
Ausstellungen / Museum
Staatlische Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Gebaute Gemeinschaft
- Ausstellungseröffnung: Bosporus Beats
- Ausstellungseröffnung: Jerszy Seymour: Mutuogenesis
- Ausstellungseröffnung: Giulia Andreani: Sabotage
- Ausstellungseröffnung: Toyin Ojih Odutola. U22 – Adijatu Straße
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- Avantgarde im Dialog
- Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
- Gallery Looks
- Schere–Stil–Papier. Lettegrafik x Johanna Beckmann
- Kulturforum JETZT!
- Rico Reframed
- Möglichkeiten einer Insel
- Saâdane Afif: Five Preludes
- Tausend Pinsel, ein Stil! Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
- Das alles bin ich! Die Schenkung Christoph Müller III
- Alles unter dem Himmel. Harmonie in der Familie und im Staat
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Hommage an Vittore Carpaccio
- Heimsuchung: 40 Jahre KGM am Kulturforum
- Annika Kahrs - OFF SCORE
- Die Pazzi-Verschwörung
- The Scharf Collection
- Max Ernst bis Dorothea Tanning. Netzwerke des Surrealismus
- Flucht
- Wen Zhengming & Co.
- Petrit Halilaj - An Opera Out of Time
- Newton, Riviera & Dialogues. Collection Fotografis x Helmut Newton
- Grundstein Antike. Berlins erstes Museum
- Rico Puhlmann. Fashion Photography 50s–90s
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Achtung: Design!
- Forum Hamburger Bahnhof
- Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Schlüssel zur christlichen Kunst
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Das Museum Berggruen zu Gast in der Sammlung Scharf-Gerstenberg
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Die Sammlungen. The Collections. Les Collections
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Haus der Kunst München
München, Prinzregentenstr. 1
- ECHOES. Skin Contact
- TUNE Installation. Beni Brachtel. ATTACK DECAY SUSTAIN
- Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía
- Cyprien Gaillard. Wassermusik
- Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
- Gülbin Ünlü. Nostralgia
- Ausstellung der Ausstellungen
- Online-Shop: Ausstellungskataloge & Editionen
- Ausstellungen und Veranstaltungen im Haus der Kunst
Ausstellungen / Ausstellung
OK im OÖ Kulturquartier LINZ
Linz, OK-Platz 1
- Ausstellungseröffnung: Peter Fellner: GLUMPERT
- Ausstellungseröffnung: Carlos Motta: Pleas of Resistance
- Judith Fegerl: calorie
- Der Ausbruch aus der langen Nacht
- We are here - we are queer!
- WANDALA - drama . dream . decolonized!
- 5 VOR 12 - Unerhörter Widerstand
- Livestream "OÖ Stories"
- Kulturvermittlung
- Ausstellungs- und Produktionshaus für zeitgenössische Kunst
Ausstellungen / Museum
Naturhistorisches Museum Bern
Bern, Bernastrasse 15
- Naturlabor - Ausstellung, Arena, Atelier
- Wunderkammer - Die Schausammlung
- Auf eigene Faust - Entdeckungsreise für Familien und Kinder
- 5 Sterne - Sensationeller Fossilienfund aus dem Jura
- Barry - Der legendäre Bernhardinerhund
- Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock
- Schweizer Museum für Wild und Jagd
- Käfer & Co. - Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
- Tiere der Schweiz - Auerhahn, Steinbock & Co.
- Tiere des Nordens - Walross, Grizzly & Co.
- Die grosse Knochenschau - Im Bauch des Wals
- Flossen-Füsse-Flügel - Der Werdegang der Wirbeltiere
- Picas Nest - Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
- Steine der Erde - Meteoriten, Diamanten & Co.
- Tiere Afrikas
- Vom Sofa direkt in die Sammlung
- Ausstellung zu Erdwissenschaften mit den Fachgebieten Mineralogie und Paläontologie
Ausstellungen / Museum
Musei Vaticani
Città del Vaticano, Viale Vaticano
- Stanze di Raffaello

- Museo Pio Cristiano

- Museo Etnologico Anima Mundi

- Braccio Nuovo

- Cappella Niccolina
- Collezione d’Arte Contemporanea

- Galleria Lapidaria
- Lapidario Ebraico

- Museo Chiaramonti
- Museo Cristiano
- Museo Gregoriano Egizio

- Museo Gregoriano Etrusco

- Museo Gregoriano Profano

- Museo Pio Clementino

- Museo Profano

- Sala delle Nozze Aldobrandine

- Sala dell’Immacolata

- Ricche collezioni di arte, archeologia ed etno-antropologia create dai Pontefici nel corso dei secoli.
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Igshaan Adams:
Igshaan Adams:
Between Then and Now
Mudam Luxembourg
Igshaan Adams (1982, Kapstadt, Südafrika) erschafft vielschichtige Kompositionen, die die Grenzen zwischen Textilkunst, Skulptur und Performance verschwimmen lassen. Dank der handgeflochtenen Körbe, die seine Familie in seiner Kindheit sammelte, interessierte sich Adams schon früh für das Weben. Da er sich aber zunächst als Maler verstand, entwickelte sich seine künstlerische Praxis über einen zutiefst intuitiven Zugang zum Stoff: „Ich bin einer Web-ausbildung ganz bewusst aus dem Weg gegangen, um nicht zu genau Bescheid zu wissen, damit ich eben ausgehend von diesem Nichtwissen arbeiten kann.“ Durch Adams’ stets kollaborative Praxis fließen persönliche Erinnerungen, Spiritualität und gemeinsame Geschichten in seine Arbeiten ein, und aus den allzu leicht übersehenen Dingen und Materialien des alltäglichen Lebens in Kapstadt erwachsen eindrucksvolle Reflexionen über Identität, Wert und Zugehörigkeit. Die Ausstellung Igshaan Adams: Between Then and Now versteht sich als dicht umwobener Zeitstrahl der Arbeit des Künstlers, durchwirkt von den Spuren der Geschichte und den Echos seiner Vergangenheit. Aufgewachsen in Bonteheuwel, einer von der Segregation der Zeit der Apartheid geprägten Township, musste sich Adams schon früh innerhalb der Spannungen einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft zurechtfinden – es war ein Großwerden am Schnittpunkt verschiedener Identitäten, die miteinander in Konflikt standen. Seine Praxis, die immer wieder die spirituellen Dimensionen der Heilung und der Transformation erforscht, steht noch heute unter dem Einfluss dieser Erfahrungen. Die Ausstellung beginnt mit einer raumgreifenden Installation aus Textilproben, die die Besucher:innen dazu einlädt, das Material zu berühren und auf diesem Wege in Adams’ Atelierumgebung einzutauchen. Dessen charakteristische Wandteppiche und „Wolken“-Skulpturen werden hier zusammen mit seinen Tanzabdrücken präsentiert, die erstmals in Form einer groß angelegten Installation zu sehen sind – gemeinsam bilden die Werke eine stille Choreographie, in der Bewegung zu einer Sprache der Befreiung wird. Biografie Die Praxis von Igshaan Adams (1982, Kapstadt) vereint Performance, Weberei, Skulptur und Installation. Geboren in Bonteheuwel, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika, greift Adams auf seinen Hintergrund zurück, um ethnische, sexuelle und religiöse Grenzen herauszufordern. Diese intersektionale Topografie bleibt in seinem gesamten Werk sichtbar und dient als Palimpsest, auf dem Spuren persönlicher Geschichten eingeschrieben und neu eingeschrieben werden. Adams nähert sich Materialität durch seine eigene Subjektivität. Häufig werden kulturelle und religiöse Referenzen mit Materialien verbunden, die sein Leben seit jeher begleiten. Sein Interesse an Materialität bewegt sich zwischen einem intuitiven Umgang mit unterschiedlichen Substanzen und einer formalen Untersuchung darüber, wie verschiedene Materialien in unterschiedlichen Kontexten agieren und wie sie sich verwandeln oder weiterentwickeln. Adams hat international zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, darunter im ARoS Aarhus Art Museum, Aarhus (2025); The Hepworth Wakefield, Wakefield (2024); The Institute of Contemporary Art Boston, Boston (2024); Thomas Dane Gallery, London (2023); The Art Institute of Chicago, Chicago (2022); Kunsthalle Zürich, Zürich (2022); Hayward Gallery, London (2021); und The Iziko South African National Gallery, Kapstadt (2018). Er hat an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen teilgenommen, darunter der Bukhara Biennale, Usbekistan (2025); Space of Togetherness, NEON, National Theatre of Greece Drama School, Athen (2024); das Barbican Centre, London (2024); die 35. Biennale von São Paulo (2023); die Islamische Kunstbiennale, Dschidda (2023); die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale di Venezia (2022); die 23. Triennale di Milano (2021); das Kunsthaus Baselland, Basel (2021); sowie das Pérez Art Museum Miami (2020), unter vielen anderen. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Speed Art Museum, Louisville; Tate, London; The Hepworth Wakefield; Art Gallery of New South Wales, Sydney; ARoS Aarhus Kunstmuseum; Moderna Museet, Stockholm; Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Institute of Chicago; Baltimore Museum of Art; The Block Museum of Art, Northwestern University, Evanston; Inhotim Museum, Brumadinho, Brasilien; Iziko South African National Gallery, Kapstadt; Minneapolis Institute of Art; Standard Bank Collection, Johannesburg; sowie der University of Cape Town. Im Jahr 2018 erhielt er den Standard Bank Young Artist Award für Bildende Kunst. Igshaan Adams lebt und arbeitet in Kapstadt. Kuratorinnen: Florence Ostende, assistiert von Anaël Daoud
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Andrea Mancini & Every Island
Mudam Luxembourg
Ursprünglich für den luxemburgischen Pavillon auf der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024) konzipiert, ist die Installation "A Comparative Dialogue Act" das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen dem luxemburgischen Künstler und Musiker Andrea Mancini (1989) und dem multidisziplinären Kollektiv Every Island, das 2021 in Brüssel gegründet wurde. An der Schnittstelle von bildender Kunst, Performance und Musik konzipiert das Werk den Ausstellungsort als Ort der Produktion und des gemeinsamen Experimentierens mit anderen Künstler:innen und erweitert so den Begriff des kollektiven Kunstwerks. Hier verschmelzen Klang und Raum: Die räumlichen Elemente – Boden und Wände – werden zu Klanginstrumenten, die nach und nach ein eindringliches und kollektives Erlebnis schaffen. Der Titel der Ausstellung fasst den experimentellen Charakter des Projektszusammen: eine Erkundung verschiedener Klang- und Musiksprachen, die das Potenzial von Klang als Werkzeug der Verhandlung, Intervention und Kontamination aufzeigt. Während der Ausstellung wird die Installation durch eine Reihe von kurzen Performances ergänzt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Artistes en résidence au Mudam : Cucina Povera - Performance d’ouverture : 25 septembre 2025, 20:30 - Répétition : 26 septembre 2025 - Performance : 27 septembre 2025, 16:30 bela - Répétition : 6-7 novembre 2025 - Performances : 8-9 novembre 2025, 16:30 Thomas Lea Clarke - Répétition : 15-16 janvier 2026 - Performances : 17-18 janvier 2026, 16:30 Artistes en résidence à la Biennale di Venezia 2024: Bella Báguena, Célin Jiang, Selin Davasse and Stina Fors Biografien Andrea Mancini (1989, Luxemburg) ist in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig und erkundet als Künstler und Musiker in seinen Performances, Installationen und Videoinstallationen die Beziehung zwischen Raum, Individuum und Ton. Seine Werke wurden in der Kulturfabrik in Esch/Alzette (2024 und 2023), in den Rotondes in Luxemburg (2023), im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (2022 und 2021) sowie in der Cité internationale des arts in Paris (2021) gezeigt. Unter dem Künstlernamen Cleveland ist er DJ, produziert elektronische Musik und hat mehrere EPs beim Amsterdamer Label Kalahari Oyster Cult herausgebracht. Zudem hat er ein eigenes Label, Suzi. Andrea Mancini lebt und arbeitet in Brüssel. Das Kollektiv Every Island wurde 2021 gegründet und setzt sich heute aus Alessandro Cugola, Caterina Malavolti, Damir Draganić, Juliane Seehawer, Martina Genovesi und Astrid Lykke Nielsen zusammen. Every Island untersucht die Bedeutung von Performativität in der Architektur und erschafft vergängliche Installationen. Die Werke des Kollektivs wurden in verschiedenen Institutionen und bei Festivals gezeigt, unter anderem beim Horst Arts and Music in Vilvoorde (2024), im Bozar in Brüssel (2023), im MAD in Brüssel (2023), im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (2022), im Kunstencentrum Viernulvier in Gand (2022), beim Santarcangelo Festival in Rimini (2022) sowie auf dem Mont des Arts in Brüssel (2021). Every Island ist in Brüssel ansässig. Aktuell ist die Ausstellung A Comparative Dialogue Act von Andrea Mancini und Every Island im luxemburgischen Pavillon der 60. Biennale in Venedig zu sehen bis zum 24. November 2024.
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Peter Fellner: GLUMPERT
OK Linz
In GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern, Häkeldeckchen, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten. Die Symbolik der Schnecke durchzieht die Kollektion als Sinnbild von Fluidität – ein queeres Vorbild aus der Natur. Fellner nutzt dieses Symbol auch, um einen Safe Space zu verorten und zugleich den Modemarkt zu entschleunigen: Eine Zero-Waste Schnitttechnik entsteht, die Identität performativ sichtbar macht und den Blick auf heteronormative Dresscodes verschiebt. Kleidung wird hier nicht nur getragen, sondern gezeigt, diskutiert und verhandelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie „repurpose“ (kann mit „Umnutzung“ übersetzt werden) fokussiert gebrauchte Materialien und steht somit für ökologische Verantwortung und eine politische Botschaft: Gegenstände, Menschen und Lebewesen, die als „ungeachtet“ gelten, finden neue Wertschätzung. Fellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet. Kuratorin: Sandra Kratochwill Diese Ausstellung kann kostenfrei besucht werden. Öffnungszeiten Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung 06.03.26, 18:00, mit Anmeldung Führungen: Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* Sa, 14.03.26, 16:30 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 11.04.26, 16:30 Familienführung: Kurz & Kunst (30 Min.) Di, 31.03.26, 11:00 und 15:00 Mi, 01.04.26, 11:00 und 15:00 Do, 02.04.26, 11:00 und 15:00 Eintritt frei mit der OÖ Familienkarte * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
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Carlos Motta: Pleas of Resistance
OK Linz
Politik der Sichtbarkeit Carlos Motta (*1978, Kolumbien) ist ein multidisziplinärer Künstler, der in seinen Arbeiten soziale Strukturen und politische Kämpfe sexueller, geschlechtlicher und ethnischer Minderheiten untersucht. Durch Akte der Selbstrepräsentation hinterfragt er normative Diskurse und eröffnet Einblicke in bislang wenig beachtete Lebensrealitäten. Mit einem zugleich historischen und künstlerischen Blick erforscht Motta die Erfahrungen postkolonialer Subjekte und Gesellschaften. Sein Werk umfasst Video, Installationen, Skulptur, Zeichnung, webbasierte Projekte, Performance und Symposien. Zeit sammeln, Praxis teilen Pleas of Resistance markiert die erste große europäische Museumsausstellung, die Motta in seiner künstlerischen Entwicklung umfassend erlebbar macht. Sie vereint mehr als fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Praxis und bringt frühe fotografische Selbstporträts mit jüngeren Videoperformances und Installationen in vier miteinander verflochtenen Kapiteln zusammen. Diese widmen sich vorspanischer Homoerotik, der Politik der Fürsorge als Raum queerer Befreiung, Akten der Selbstbestimmung jenseits des Menschlichen sowie dem Erzählen verschwiegener Geschichten als Praxis des Teilens, des gegenseitigen Nährens und des Widerstands. Geschichte & Gegen-Geschichte Mottas gesamtes Werk ist getragen von einem entschiedenen Engagement für Minderheitengemeinschaften dissidenter Identitäten und deren Kampf gegen Auslöschung und epistemische Gewalt. Häufig in künstlerischen Kooperationen agierend, entfaltet er das transformative Potenzial von Fiktion und performativen Umschreibungen der Geschichte und unterwandert dabei konsequent offizielle Narrative – in einer Praxis, die stets blasphemisch, körperlich und politisch zugleich ist. Kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Susanne Watzenboeck Eine Ausstellung des MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona, realisiert in Zusammenarbeit mit dem OK Linz. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung: Fr, 27.03.26 19:00, mit Anmeldung Führungen: Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 11.04.26, 16:30 * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
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Giulia Andreani: Sabotage
Staatliche Museen zu Berlin
Giulia Andreani eröffnet das Jubiläumsprogramm des Hamburger Bahnhof mit Gemälden, die Brüche in offiziellen Geschichtsschreibungen sichtbar machen. Andreanis künstlerische Praxis des „Malens mit Fotografien“ lebt vom Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten der Vergangenheit. Ausgangspunkt der figurativen, monochromen Gemälde, deren Paynesgrau an historische Fotografien erinnert, sind Familienalben oder Archive. Sie enthüllen Geschichten, thematisieren kollektives Vergessen und öffnen neue Bedeutungsschichten für die Gegenwart. Andreanis Jubiläumsbeitrag rahmt historische Sammlungen durch zeitgenössische Perspektiven neu: Die Ausstellungsarchitektur verweist auf Sigmar Polkes Ausstellung „Drei Lügen der Malerei“ im Hamburger Bahnhof von 1997 und ihre Gemälde werden gemeinsam mit Werken der Antikensammlung, des Kunstgewerbemuseums, des Museums Europäischer Kulturen und des Kupferstichkabinetts gezeigt. Andreani (geboren 1985 in Mestre, Italien) studierte Malerei an der Accademia di Belle Arti in Venedig und Kunstgeschichte der Gegenwart an der Sorbonne Paris. 2018 war Andreani Stipendiatin der Villa Medici, der Französischen Akademie in Rom. 2022 stand sie auf der Shortlist für den Prix Marcel Duchamp. Ihre Arbeiten sind vertreten in Sammlungen u. a. Centre Pompidou (Frankreich), Musée National de l'Histoire de l’Immigration (Frankreich), Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Italien), MASI (Schweiz) und MASP (Brasilien). Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof ist Andreanis erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Emily Finkelstein, Assistenzkuratorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Giulia Andreani, L'improduttiva, Detail, 2023 © Giulia Andreani / VG Bild-Kunst, Bonn 2025, courtesy of Galerie Max Hetzler & Collezione Maramotti / Foto: Charles Duprat)
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Rico Reframed
Staatliche Museen zu Berlin
In unmittelbarer Nachbarschaft zu der großen Retrospektive „Rico Puhlmann. Fashion Photography 50s–90s“ im Museum für Fotografie präsentieren fünfzehn Fotografie-Studierende des Lette Vereins Berlin neue fotografische und filmische Arbeiten, die sich auf vielfältige Weise mit dem Werk des Modefotografen auseinandersetzen. Während Puhlmann über vier Jahrzehnte das Modebild prägte und eine eigenständige Bildsprache zwischen Eleganz, Klarheit und Inszenierung entwickelte, greifen die beteiligten Künstler*innen zentrale Elemente seines Œuvres auf und variieren sie in gegenwärtigen Fragestellungen. Präsenz und Haltung sind zentral für Puhlmanns Fotografien: Seine ikonischen Modeaufnahmen sind oft von der fotografisch klar gesetzten Figur im Stadtraum geprägt, wodurch Körperlichkeit, Pose und Kleidung zu skulpturalen Erscheinungen verdichtet werden. Dieses Zusammenspiel von Mode, Körper, Raum und Blick bildet den Ausgangspunkt vieler Arbeiten der jungen Fotograf*innen. Zugleich eröffnet die Ausstellung neue Lesarten: Wie lässt sich Puhlmanns Verständnis von Stil, Identität und Fotografie heute lesen, in einer Zeit, in der Diversität, Sichtbarkeit und Repräsentation neu verhandelt werden? Puhlmanns Modebilder hinterfragt und neu interpretiert Die Modestrecken der Studierenden greifen in ihrer Auseinandersetzung mit Puhlmanns Arbeiten sowohl ästhetische als auch gesellschaftliche Aspekte auf und formulieren eigenständige zeitgenössische Antworten. Einige Positionen knüpfen an seine elegante, ruhige Bildsprache an und übertragen sie in heutige urbane Räume, in natürliches Licht und in ein reduziertes visuelles Vokabular. Andere untersuchen, wie Körper, Kleidung und architektonische Hintergründe sich in dialogische Räume verwandeln, in denen Pose und Präsenz neu gelesen werden können. Aber auch der Zeitgeist und die gesellschaftlichen Normen der 1950er bis 1990er Jahre, die sich über Puhlmanns Modebilder vermitteln, wurden befragt. Themen wie Sichtbarkeit, Selbstbehauptung, queere Lebensrealitäten, das Aufbrechen normativer Schönheits- und Körperbilder sowie der Umgang mit Alter und Diversität waren dabei zentral. Die aktuellen Arbeiten setzen auf Vielfalt, Direktheit und eine bewusste Öffnung gegenüber unterschiedlichen Körpern, Identitäten und Lebensentwürfen und schaffen so neue Blickwinkel auf ein traditionsreiches Genre. Es sind Modefotografien entstanden, die Vintage-Stücke mit heutiger Mode verbinden oder Entwürfe junger Designer*innen zeigen. Hier treffen moderne auf postmoderne Silhouetten, durchscheinende Stoffe auf robustes Leder, knallige Farben auf klassisches Schwarzweiß. Die Grenzen zwischen Dokumentation und Inszenierung, zwischen urbanem Realraum und stilisiertem Bildraum werden dabei bewusst offengehalten. Auch filmische Positionen führen Puhlmanns Interesse an Bewegung und Körperlichkeit sowie dem Spiel zwischen Kontrolle und situativer Offenheit weiter und übertragen es in die Dynamik des heutigen Stadtraums. So entsteht ein vielstimmiges Panorama, das nicht nur Puhlmanns Bildwelten reflektiert, sondern zugleich fragt, wie Modefotografie heute funktionieren kann: als Raum der Repräsentation, als ästhetische Praxis, als soziale und politische Aussage? Die Ausstellung lädt dazu ein, zeitgenössische Ästhetiken in Beziehung zu einem historischen Werk zu setzen und zu entdecken, wie sich Haltung, Körper und Mode über Generationen hinweg neu inszenieren, verschieben und verhandeln. Beteiligte Künstler*innen: Anita Schulte-Bunert, Elise Witt, Enno Grams, Inna Tonn, Isaac Waldvogel, Lara Marie Schless, Layla Behme, Lilith Kirsch, Marcus Arthur, Moe Otto, Max Philippi, Melissa M. Schwarzinger, Niels Lucke, Phuong Anh Nguyen Le, Tabea Jablonski, Vroni Belm Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Böhlau und Ina Schoof. Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Lette Verein Berlin (Bild: Untitled, Detail, 2025 © Tabea Jablonski)
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Gallery Looks
Staatliche Museen zu Berlin
Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Couture beleuchtet die Ausstellung „Gallery Looks“ die Begegnung der Alten Meister mit der Mode der Gegenwart – in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Sie vereint unterschiedliche künstlerische Ansätze und zeigt, wie sich Stoffe, Schnitte, Farben und Geschichten in den verschiedenen Medien spiegeln und zu lebendigen Erzählungen verweben. Shooting zwischen Stil und Stoff Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Berliner Salons im Februar 2025 präsentierten 55 Designer*innen in der Gemäldegalerie aktuelles deutsches Modedesign zwischen Werken der Alten Meister. Unmittelbar vor der Eröffnung setzte der Fotograf Ralph Mecke ausgewählte Entwürfe in den Sälen der Gemäldegalerie in Szene, die von Modellen präsentiert wurden. Begleitend dazu schuf Florian Azar ein atmosphärisches Video, das das Shooting in poetische, bewegte Bilder übersetzt. Film und Fotografien werden in der Ausstellung gezeigt und verdeutlichen eindrucksvoll die enge Verbindung von Mode und Kunst. Kunst trifft Couture Im Sommer 2025 diente die Gemäldegalerie Jonathan Anderson, dem neuen Kreativdirektor von DIOR, als Inspirationsquelle für seine Summer Show 2026: Für seine Präsentation vor dem Hôtel des Invalides ließ er eine Kulisse errichten, die den Sälen der Gemäldegalerie detailgetreu nachempfunden war – eine Hommage an einen Ort, den er als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschreibt. Zwei originale Gemälde von Jean Siméon Chardin (1699–1779) ergänzten das Setting. In der Ausstellung „Gallery Looks“ sind neben einem der Berliner Gemälde von Chardin auch Videoaufnahmen der Show zu sehen, die das Zusammenspiel historischer und zeitgenössischer Elemente in Andersons Entwürfen auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen. Malerei und Mode – Spiegel der Zeit Neben Filmen und Fotografien präsentiert die Ausstellung auch Entwürfe ausgewählter Designer*innen im Dialog mit hochkarätigen Gemälden. Diese Begegnung offenbart überraschende Parallelen in der Auseinandersetzung mit Aspekten wie Ausdruck, Schönheit, Identität und gesellschaftlichen Rollen. Für die Ausstellung entwickelten die Designer*innen Anne Bernecker, Plaid-à-Porter / Estelle Adeline Trasoglu, Karen Jessen und Alexander Gigl neue Arbeiten oder stellten Entwürfe zur Verfügung, die mit den gezeigten Gemälden interagieren. Auf diese Weise werden die engen Verbindungen zwischen künstlerischer Tradition und aktuellem Design sichtbar. Mode wird zum Medium der Wiederaneignung und Transformation, kunsthistorische Motive werden in die Gegenwart überführt und dabei neue Perspektiven eröffnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Kleinert. Modekonzept: Christiane Arp Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“: Fotoshooting anlässlich des BERLINER SALONS in der Gemäldegalerie 2025, Entwurf Alexander Gigl, mit Gemälde von Anton van Dyck Foto: Ralph Mecke)
Ausstellungen
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Jerszy Seymour: Mutuogenesis
Staatliche Museen zu Berlin
„Mutuogenesis“ ist eine lebendige soziale Skulptur als Ausstellung und Prototyp einer neuen Form des Lebens, Lernens, Produzierens und der Gemeinschaft, deren Kern soziale und ökologische Gerechtigkeit bildet. Zwischen dem Neuköllner Co-Lab „Lucky Garage“ im Stadtteilzentrum Falscher Fisch und dem Kunstgewerbemuseum findet die Zusammenarbeit des Künstlers und Designers Jerszy Seymour mit der internationalen, jungen Community der S27 – Kunst und Bildung statt. Durch die Gemeinschaftsarbeit entsteht eine immersive, vielfarbige, mutuogene Umgebung aus wiederverwerteten Materialien, die alle Lebensfunktionen bietet und die Bühne für ein Programm mit Vorträgen, Performances und Interventionen einer Reihe diverser Künstler*innen, Designer*innen und Aktivist*innen schafft. Eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit S27 – Kunst und Bildung. Verein zur Förderung der Interkulturellen Jugendarbeit e. V. (Bild: Prototypen der Lucky Tische (recyceltes MDF) – ARRIVO mit Jerszy Seymour Design Workshop 2025 Foto: Jerszy Seymour Design Workshop 2025)
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Bosporus Beats
Staatliche Museen zu Berlin
Die Weltstadt Istanbul und ihre Bewohner*innen in der Kunst auf Papier stehen im Zentrum der Ausstellung. Faszinierende Zeichnungen, druckgraphische Werke und Bücher machen die vielfältigen Verbindungen zwischen Mitteleuropa und der Metropole am Bosporus anschaulich. Werke weltberühmter Künstler wie Pollaiuolo, Dürer, Coecke van Aelst, Rembrandt, Liotard oder Chodowiecki sowie seltene und kaum gezeigte Beispiele belegen das große Interesse an der osmanischen und türkischen Kultur durch die Jahrhunderte. Dabei zeichnen sie ein vielschichtiges Bild: Die einen reflektieren die Bedeutung von Kunst und Musik, zeugen von Neugier und Begeisterung und dokumentieren Pracht und Schönheit. Andere dienen propagandistischen Interessen und verbreiten Vorurteile. Aktuelle künstlerische Positionen ergänzen die Werkauswahl um Reflexionen zu Fragen über Identität und Stereotype. Der Blick auf Istanbul von innen Das Thema der Perspektive – mehr noch: der Offenlegung von Perspektiven – eröffnet und begleitet die Ausstellung. Im Zentrum stehen die Darstellungen Istanbuls von Antoine Ignace Melling (1763–1831). Der deutsch-französische Architekt lebte viele Jahre in der Metropole am Bosporus, wo er für Sultan Selim III. und dessen Halbschwester Hatice tätig war. Er schuf Ansichten der Stadt, bei denen es sich laut Orhan Pamuk um die schönsten Darstellungen handelt: Melling blickte nicht von außen auf Istanbul, sondern von innen. […] Dadurch, dass er die Stadt wie ein Istanbuler sah und wie ein vorurteilsfreier Europäer malte, ist sein Istanbul einerseits ein vertrauter geographischer Ort mit seinen Moscheen und Erinnerungen und andererseits eine unvergleichliche und damit wunderbare Welt für sich. Orhan Pamuk, Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt, aus dem Türkischen von Gerhard Meier, türkische Originalausgabe 2003, München 2006, S. 91 Echoraum für Themen der Gegenwart Die Ausstellung spannt einerseits einen großen zeitlichen Bogen von der Eroberung Konstantinopels durch das Osmanische Reich im Jahr 1453 bis zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Preußen durch die erste türkische Gesandtschaft in Berlin 1763. Andererseits fragen die einzelnen Kapitel der Ausstellung – Berührung, Neugier, Konflikt, Propaganda, Vorurteil – jeweils nach der Perspektive von Künstler und Publikum. Auf diese Weise entsteht mit den historischen Kunstwerken ein Echoraum für Themen der Gegenwart. Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin (Bild: Melchior Lorck, Süleymaniye Moschee von Nordost gesehen, Detail, um 1570, Holzschnitt auf Papier Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz)
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Gebaute Gemeinschaft
Staatliche Museen zu Berlin
Vor 12.000 Jahren schufen Jäger und Sammler im heutigen Türkiye monumentale Anlagen – bis heute sind Archäolog:innen damit beschäftigt, diese Bau- und Kunstwerke zu entschlüsseln. In Zusammenarbeit mit Türkiye werden nun spektakuläre archäologische Funde aus Göbeklitepe und anderen Orten der Umgebung auf die Museumsinsel Berlin geholt. Mit gewaltigen Statuen, Monumentalgebäuden und massiven figürlich verzierten T-Pfeilern – stilisierte Menschenbilder von bis zu sechs Meter Höhe – ist vor 12.000 Jahren die Welt der Jäger-Sammler am Übergang zur Sesshaftigkeit voller faszinierender Bildwerke und Symbole. Wer hat sie geschaffen und was bedeuten sie? Lange bevor Stonehenge errichtet oder die ersten Pyramiden erbaut wurden, schufen die ersten sesshaften Gemeinschaften in der Provinz Şanlıurfa im Südosten von Türkiye einmalige monumentale Gebäude mit fantastischen überlebensgroßen Bildwerken in Göbeklitepe, seit 2018 UNESCO-Weltkulturerbe, und in weiteren Orten. Die gewaltigen Bauten und der künstlerische Ausdruck sind als Werk von Gemeinschaften zu verstehen, die sich mit Beginn der Sesshaftigkeit bildeten. Der Zusammenhalt war ein wichtiger Faktor für das Leben der Gruppen und ihre Resilienz unter sich wandelnden Bedingungen. Seit 2020 zeichnen spektakuläre Entdeckungen des internationalen Forschungsprojekts Taş Tepeler in Orten wie Karahantepe, Sayburç und Çakmaktepe ein umfassendes Bild dieser revolutionären Epoche. Die Ausstellung in der James-Simon-Galerie zeigt Bildwerke, Alltagsgegenstände und Schmuck, die vom Zusammenleben der Menschen während dieses menschheitsgeschichtlichen Umbruchs erzählen. Archäologische Funde und Architekturrekonstruktionen werden von zeitgenössischen fotografischen Interpretationen der spanischen Fotokünstlerin Isabel Muñoz komplementiert und laden ein, in das Leben am Übergang von den Jäger-Sammler-Kulturen zur Sesshaftigkeit einzutauchen. "Gebaute Gemeinschaft. Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren" wurde durch ein Team unter der Leitung von Barbara Helwing, Vorderasiatisches Museum, und Necmi Karul, Universität Istanbul, erarbeitet und ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Vorderasiatischen Museum, dem Archäologischen Museum Şanlıurfa und dem Forschungsprojekt “Taş Tepeler“ der Universität Istanbul, unter Mitwirkung des Deutschen Archäologischen Instituts. Die meisten archäologischen Objekte aus dem Museum Şanlıurfa sind erstmals im Ausland zu sehen. Die Ausstellung wird ermöglicht mit Mitteln der Deutschen Stiftung Klassenlotterie, des Kuratoriums der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Freunde der Antike auf der Museumsinsel e.V. und Turkish Airlines. Zur Ausstellung wird ein bebilderter Begleitband in je einer deutschen, türkischen und englischen Ausgabe erhältlich sein. Eine Sonderausstellung des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkiye, Generaldirektion für Kulturgüter und Museen, und dem Deutschen Archäologischen Institut Istanbul Medienkooperationen zur Ausstellung: ARTE, National Geographic, radioeins, radio3, Tagesspiegel, tipBerlin, WELTKUNST (Bild: Luftbild von Karahantepe © Karahantepe Project Archive/Yusuf Aslan)
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Avantgarde im Dialog
Staatliche Museen zu Berlin
Die Gemäldegalerie am Kulturforum öffnet ihre Räume erneut für einen außergewöhnlichen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentiert Der Berliner Salon zeitgenössische Mode im direkten Austausch mit Meisterwerken der europäischen Kunstgeschichte. Der Berliner Salon ist ein vom Senat gefördertes Ausstellungsformat, das aufstrebenden Modetalenten eine international sichtbare Bühne bietet. In der diesjährigen Gruppenausstellung unter der Leitung von Christiane Arp, der Vorstandsvorsitzenden des Fashion Council Germany, werden in enger Zusammenarbeit mit der Gemäldegalerie herausragende junge Designer*innen vorgestellt. In die Dauerausstellung der Gemäldegalerie integriert, treten ihre Modeentwürfe in einen unmittelbaren Dialog mit den Gemälden der Alten Meister. Der hochkarätige Bestand des Museums bildet dabei einen einzigartigen kunsthistorischen Bezugsrahmen. Die historischen Darstellungen von Körperhaltungen, Gewändern und modischer (Selbst-)Inszenierung veranschaulichen eindrucksvoll, wie Kleidung seit Jahrhunderten als Ausdruck von Identität, sozialem Status und Machtbewusstsein eingesetzt wird. In der direkten Gegenüberstellung mit der Malerei werden die Modeentwürfe in ihrem kulturellen Kontinuum greifbar – zwischen Kunst, Handwerk und Zeitgeist. Die Präsentation knüpft an eine jahrhundertealte Tradition handwerklicher Meisterschaft an: Die Alten Meister waren die Avantgarde ihrer Zeit, in ihren Werken spiegeln sich Vorstellungen, Wünsche und Sehnsüchte vergangener Epochen wider. Als Höhepunkte künstlerischer und handwerklicher Exzellenz ermöglichen ihre Werke neue Perspektiven auf kreative Prozesse und deren Weiterentwicklung bis in die Gegenwart. Mit dem Berliner Salon wird die Gemäldegalerie wie bereits mit der Gruppenausstellung „Mode trifft Meisterwerke“ im Februar 2025 zu einem Ort des lebendigen Austauschs, an dem historische Kunst und zeitgenössische Mode in einen vielschichtigen, sinnlichen Dialog treten. Bereits ab dem 30. Januar und bis 30. Mai 2026 sind zudem die Ausstellungen „Gallery Looks, Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ und „Fashion X Craft: Echoes of Tomorrow“ zu sehen. Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit Nowadays und Museum & Location. (Bild: Luigi Crespi, Elisabetta Cellesi (?), Detail, 1732 Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)
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Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung zeigt, wie fünf junge Designer*innen traditionelle Handwerkskunst in zeitgenössische Mode übersetzen: Die Ausstellung präsentiert aufwendige Modeentwürfe, gibt Einblicke in deren Entstehungsprozess und regt dazu an, Handwerk als generationsübergreifenden Dialog zu begreifen und fortzuführen. Analoge Künste in digitalen Zeiten Kann Handwerkskunst als ein Erfahrungsaustausch über Generationen hinweg begriffen werden? Lässt sich der Dialog über ein gänzlich analoges Gut auch in digitalen Zeiten fortführen? Wie werden wir uns an traditionelle Techniken erinnern – und kann es gelingen, sie auch in Zukunft zu erhalten? Mit diesen Fragen haben sich fünf junge Modedesigner*innen über Monate hinweg auseinandergesetzt. „Dabei haben wir uns ein Universum vorgestellt, in dem diese Erinnerung als Nostalgie Gestalt annimmt – wie eine Reminiszenz, bei der es unmöglich ist zu unterscheiden, was real und was imaginiert ist“, so Aleksander Kudrischow, Laura De Sousa, Lennart Bohle, Jon Liesenfeld und Melanie Parzenczewki vom V-Collective. „In dieser Welt taucht das Handwerk in neuen Formen wieder auf: Manche Details bleiben lebhaft, andere verschwimmen, lösen sich auf und verschmelzen zu einer hybriden, futuristischen Vision von Handwerkskunst“. Auf Grundlage der Denk- und der Handarbeit der fünf Kreativen ist die Kollektion „Echoes of Tomorrow“ entstanden, die in den Räumen der Gemäldegalerie zu sehen sein wird. Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, sich mit traditionellen Techniken auseinanderzusetzen, deren zeitgenössische Neuinterpretationen kennenzulernen und über die Mode der Zukunft nachzudenken. Ein Jahr des Experimentierens und Erschaffens Das V-Collective setzt sich aus Teilnehmer*innen der Initiative Fashion x Craft zusammen: Das Projekt des Branchenverbands Fashion Council Germany in Kooperation mit eBay Deutschland und The King’s Foundation bietet jungen Mode- und Textildesigner*innen ein maßgeschneidertes Förderprogramm, das Themen der Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Innovation gleichermaßen fokussiert. Dabei werden die Teilnehmer*innen während Residency-Aufenthalten beim Good Garment Collective in Berlin und einem Stiftungssitz der King’s Foundation im englischen Highgrove in weitreichenden Workshops und intensiven Mentoringprogrammen an handwerkliche Prozesse herangeführt, die über die Grenzen traditioneller Mode- und Textilproduktion hinausgehen. Aus der diesjährigen Ausgabe der Initiative sind das V-Collective und seine 24-teilige Modekollektion hervorgegangen: Sie basiert auf den Handwerkskünsten, die den Teilnehmenden innerhalb des Projektjahres vermittelt wurden, darunter natürliche Färbetechniken, Weben und Klöppeln, aber auch modefremde Techniken wie Korbflechten, Metall- und Holzarbeit. Die Entwürfe wurden aus sogenannten Deadstock-Materialien gefertigt – also nicht verwendeten Stoffen und Fasern größerer Unternehmen, die eBay Deutschland und die Deadstock-Plattform Zerow zur Verfügung gestellt haben. Rohe Atelierwand im institutionellen Raum Die Kleidungsstücke der Kollektion werden in Form einer Bühneninstallation ausgestellt. Dabei spielen die Räumlichkeiten der Gemäldegalerie eine wichtige Rolle für das Inszenierungskonzept: Der musealen Perfektion des Ausstellungsortes – den der Kreativdirektor des Traditionshauses Dior, Jonathan Anderson, unlängst als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschrieb – setzt die Schau des V-Collective im hinteren Teil der Wandelhalle eine zum Teil herbe, rohbauliche Wandgestaltung mit Gips- und Farbresten entgegen. Ergänzt durch Stoffhängungen, Collagen und Skizzen entsteht der Eindruck einer Atelierwand, die den Erarbeitungsprozess der Kollektion atmosphärisch in den institutionellen Raum der Gemäldegalerie überträgt und dort nachvollziehbar macht. Eröffnung im Rahmen der Fashion Week Die Ausstellung wird im Rahmen der Berlin Fashion Week feierlich eröffnet. Zeitgleich wird im vorderen Teil der Wandelhalle die Ausstellung „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“ gezeigt – eine eindrucksvolle Begegnung von Kunst der Vergangenheit mit zeitgenössischer Mode in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Vom 3. bis 22. Februar 2026 zeigt zudem Der Berliner Salon Modeentwürfe junger Designer*innen im Dialog mit der Dauerausstellung der Gemäldegalerie. Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Die Initiative Fashion x Craft des Fashion Council Germany vermittelt jungen Designer*innen traditionelle Handwerkskünste wie das Klöppeln. Foto: Anasteisha Ruzhanska)
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