Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm.
Hören Sie auch, wie die Bretter voller Ungeduld knarren? Spüren Sie, wie der Vorhang vor Erwartung zittert und die Lampen fiebrig vor Vorfreude knistern? Das kann nur eines bedeuten: Die neue Spielzeit steht bereit, und das muss mit einem grossen Fest gefeiert werden! Aber ein richtiges Fest braucht auch Gäste, und da kennen wir nur eine Devise: Je mehr, desto bunter! Darum bringen Sie mit, wen Sie kennen und mögen: Ob die Grossfamilie, die nette Nachbarin, die Yoga-Gruppe oder die Brieffreundin aus Andalusien – zu unserem Fest sind alle herzlich willkommen, auch Ihr Steuerberater. An Programm mangelt es nicht. Ob für Gross oder Klein, wir ziehen alle Register: Es erwarten Sie Konzerte, Mitmach-Workshops, Lesungen und natürlich erste Einblicke in die kommenden Produktionen. Beim Theaterfest lassen wir Sie für einmal auch hinter die Kulissen blicken, dorthin, wo die Magie ihren Anfang nimmt: Entdecken Sie auf Führungen die geheimen Winkel des Stadttheaters oder schauen Sie zu, wie in unserem offenen Atelier die Kostüme entstehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Schauspiel La Dame aux camélias
von Alexandre Dumas dem Jüngeren
Als der italienische Komponist Giuseppe Verdi sich 1853 entschloss, eine Kurtisane zur Heldin einer Oper zu machen, war dies mehr als aussergewöhnlich, ja gar ein Skandal. Inspiriert wurde Verdi zu seiner Oper La traviata von der wahren Lebensgeschichte der nur wenige Jahre zuvor verstorbenen Marie Duplessis – von Alexandre Dumas dem Jüngeren in seiner Kameliendame festgehalten. Wie bei Dumas geht es aber auch Verdi nicht um die Abbildung einer Realität, sondern um das Erzählen einer Geschichte, um die Gratwanderung zwischen Schicksalhaftigkeit und Selbstbestimmung. Dieser Gegensatz prägt auch Violetta, von Krankheit bereits schwer gezeichnet, die sich vom rauschenden Pariser Nachtleben nicht lossagen kann. In Alfredo und seiner tiefen Liebe scheint sich ein Ausweg abzuzeichnen – doch die gesellschaftliche Moral wird ihr zum Verhängnis. Während die Figuren im Walzerrhythmus durch die Pariser Gesellschaft tanzen, zeigt Violettas Schicksal, wie schwierig es ist, der eigenen Herkunft zu entkommen.
Nach seinen erfolgreichen Arbeiten Tosca sowie Hänsel und Gretel widmet sich Regisseur und Bühnenbildner Raimund Orfeo Voigt mit Verdis Erfolgsstück einem weiteren grossen Klassiker der Opernliteratur und schafft in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff ein Kaleidoskop von Erinnerungen. Wieder an seiner Seite: Opern-Chefdirigentin Alevtina Ioffe.
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln
Termine
So 6.9.2026, 11:00 | Matinee
Sa 19.9.2026, 19:30 | Premiere
Di 29.9.2026, 19:30und weitere Termine
So 11.10.2026, 18:00
So 25.10.2026, 18:00
Sa 31.10.2026, 19:30
So 29.11.2026, 16:00
Do 10.12.2026, 19:30
So 13.12.2026, 18:00
Mi 16.12.2026, 19:30
Fr 18.12.2026, 19:30
So 27.12.2026, 16:00
Do 31.12.2026, 18:00
Di 19.1.2027, 19:30
nach der Novelle von Heinrich von Kleist
in einer Fassung von Dorle Trachternach und Joanna Praml
Michael Kohlhaas ist hässig: An einer Grenze werden ihm seine wohlgenährten Pferde unter fadenscheinigen Vorwänden abgenommen. Was Kohlhaas ahnte, stellt sich später als wahr heraus: Der gesamte Vorgang war unrechtmässig. Doch damit nicht genug. Die Pferde wurden fast zu Tode geschunden und sein Knecht misshandelt. Kohlhaas will Gerechtigkeit! Statt auf Unterstützung stösst er jedoch auf einen korrupten Rechtsapparat und beginnt einen Rachefeldzug, der gewaltvoll eskaliert.
Als Kleist zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Novelle Michael Kohlhaas schrieb, hatte er mit dem Kaufmann Hans Kohlhase selbst einen historischen Unrechtsfall vor Augen. Doch egal welches Jahrhundert: Menschen wollen gehört und ernstgenommen werden! Nach dem Erfolg von Frühlingserwachen kommt das Team um Regisseurin Joanna Praml wieder nach Bern und fragt mit Berner Jugendlichen: Was macht uns heute wütend? Wie funktioniert ein Rechtsstaat? Wer bringt den Stein ins Rollen und wie wird daraus eine Revolution? Was ist der Unterschied zwischen Zivilcourage und zivilem Ungehorsam? Für was lohnt es sich zu kämpfen, was ist Radikalisierung, und ab wann ist es nicht mehr lustig?
Sa 10.10.2026, 19:30 | Uraufführung
So 18.10.2026, 18:00
Fr 30.10.2026, 19:30und weitere Termine
Di 3.11.2026, 19:30
Sa 7.11.2026, 19:30
Fr 13.11.2026, 19:30
Di 17.11.2026, 19:30
Do 19.11.2026, 19:30
Fr 18.12.2026, 19:30
Do 7.1.2027, 19:30
Sa 16.1.2027, 19:30
Di 23.3.2027, 19:30 | letzte Aufführung!
Tanzstück von Giuseppe Spota
mit einer Neukomposition für Orchester und Elektronik von Christof Littmann
In seiner abendfüllenden Choreografie bezieht sich der Choreograf Giuseppe Spota auf alte italienische Erzählungen, denen zufolge die Fee (ital. Fata) Morgana mit Luftspiegelungen Seefahrer oder auch Wüstenwanderer in die Irre führte. Nicht länger auf Mythen beschränkt, basiert ihre Magie heute auf Daten und Morgana residiert auf unseren Bildschirmen: In Feeds erzeugt sie als endloser Strom kuratierter Gegenwart die Illusion von Realität und Nähe. Giuseppe Spota zeigt uns eine Welt voller Täuschungen und spiegelt unsere digitale Ära, in der soziale Medien schleichend die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen lassen.
In einer extra für diesen Tanzabend in Auftrag gegebenen Komposition von Christof Littmann verschränken sich orchestrale mit elektronischen Klängen zu einer vielschichtigen, schillernden Klangwelt, in der mythische Tiefe und digitale Flüchtigkeit einander durchdringen. Ein Tanzabend, der akustisch und visuell die Figur der Morgana mit den zeitgenössischen Illusionen digitaler Medien verbindet.
Do 10.9.2026, 18:00 | Öffentliche Probe
Do 8.10.2026, 18:00 | Öffentliche Probe
Sa 17.10.2026, 19:30 | Uraufführungund weitere Termine
Sa 24.10.2026, 19:30
So 1.11.2026, 18:00
Fr 13.11.2026, 19:30
So 22.11.2026, 16:00
Di 24.11.2026, 19:30
Sa 28.11.2026, 19:30
Fr 11.12.2026, 19:30
Sa 12.12.2026, 19:30
Sa 19.12.2026, 19:30
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
«Viva la libertà!» singen die Protagonist*innen am Ende des ersten Aktes von Mozarts Dramma giocoso Don Giovanni. Doch was heisst Freiheit hier eigentlich? Ist es Giovannis Freiheit, jede Frau zu jedem Zeitpunkt hemmungslos zu begehren? Oder doch eher die aufklärerische Idee einer Gesellschaft ohne Ständeschranken? Und wie frei sind die Menschen, die sich gegen ihre innere Abhängigkeit von Giovanni zu wehren versuchen?
Mozart hat mit Lorenzo Da Ponte einen Blick in die Herzen der Menschen gewagt und dort Hoffnung, Schmerz, Begehren, Geist und Witz gefunden. Die Musik macht die Menschen reich und pur zugleich – beste Voraussetzungen für den Regisseur Árpád Schilling, der sich ganz der Psychologie und dem Spiel der Darsteller*innen widmet. Es ist ein Stück auch für das Berner Opernensemble, das sich zusammen mit unserer Opern-Chefdirigentin Alevtina Ioffe auf die Suche nach der Freiheit in der Partitur begibt.
Musikalische Leitung: Alevtina Ioffe
Regie: Árpád Schilling
Bühne: Juli Balázs
Kostüme: Axel Aust
Choreografie: Craig Davidson
Dramaturgie: Rainer Karlitschek
In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln
Termine
So 8.11.2026, 11:00 | Matinee
Sa 14.11.2026, 19:30 | Premiere
Di 17.11.2026, 19:30und weitere Termine
Sa 21.11.2026, 19:30
So 20.12.2026, 18:00
Mi 27.1.2027, 19:30
So 28.2.2027, 16:00
Mi 10.3.2027, 19:30
Fr 12.3.2027, 19:30
Di 13.4.2027, 19:30
Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini
Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach Victorien Sardou
«Vissi d’arte, vissi d’amore» – «Für die Kunst habe ich gelebt und für die Liebe.» In einer Polizeidiktatur kämpft die Sängerin Floria Tosca um ihre grosse Liebe, den Maler Cavaradossi. Als der skrupellose Polizeichef Baron Scarpia sowohl Cavaradossi als auch sie selbst bedroht, scheut sie vor dem Äussersten nicht zurück und tötet den Widersacher. Das Glück mit ihrem Liebhaber bleibt ihr trotzdem verwehrt, denn der lange Arm des Polizeichefs reicht über dessen Tod hinaus: Cavaradossi wird erschossen und Tosca stürzt sich in den Tod. Giacomo Puccini war bei einer Aufführung von Sardous Theaterstück – obwohl er kein Wort des französischen Textes verstand – so von Sarah Bernhardt als Titelheldin hingerissen, dass er sogleich zu komponieren begann. Mit der Uraufführung der Oper im Januar 1900 begann die Erfolgsgeschichte von Puccinis bis heute meistgespieltem Werk, in dem er grossen Gefühlen wie eindringlicher Dramatik Raum gibt und schwelgende Melodien neben eine ungewohnt explizit vertonte Brutalität stellt. Bisher hat sich Raimund Orfeo Voigt in der Opernwelt mit seinen ebenso bildmächtigen wie scharf geschnittenen Bühnenbildern einen Namen gemacht – für die Bühnen Bern wird er nun das erste Mal eine Oper inszenieren.
nach dem Kriminalroman von Friedrich Glauser Schauspiel mobil / Open-Air Theater
Wachtmeister Studer von der Kantonspolizei will den gerade verhafteten Erwin Schlumpf in seiner Zelle noch einmal besuchen. Doch der hängt schon leblos an den Gitterstäben! Studer kann ihn gerade noch herunterholen und wiederbeleben. Er glaubt nicht an Erwin Schlumpf als Täter, macht sich daran, den Mordfall Wendelin Witschi aufzuklären – und bekommt es mit einem ganzen Dorf zu tun.
Der Schweizer Autor Friedrich Glauser verfasste die fünf Wachtmeister-Studer-Krimis in den letzten drei Jahren seines Lebens – geprägt von Entmündigung, Drogenabhängigkeit und Internierungen in psychiatrischen Anstalten – und begründete damit seinen literarischen Ruhm. Nach Romeo und Julia spielt das Schauspiel Bern auch im kommenden Sommer wieder Open Air in der Villa Morillon, wo Wachtmeister Studer, knorrig und unerschrocken, zu ermitteln beginnen wird – und von wo aus sich das «Schauspiel-Mobil» mit einer weiteren Produktion aufmacht, um in Gerichtssälen, Schulaulas, Hotels oder Gemeindesälen zu gastieren.
Regie: Jonathan Loosli
Bühne: Konstantina Dacheva
Kostüme: Dominique Steinegger
Dramaturgie und Fassung: Felicitas Zürcher
Outside eye: Roger Vontobel
Ca. 1h 30
Schweizerdeutsch und Hochdeutsch
Termin
Do 27.8.2026, 19:30
Ort
Villa Morillon
Tresorplatz Morillonstrasse 45
CH-3007 Bern
Der Regenbogenvogel ist ein sehr besonderer Vogel mit einem prachtvollen Gefieder in allen Farben des Regenbogens. Doch leider ist er fast ausgestorben. Um ihn zu retten, muss die Professorin Fieder, die ihr Leben der Rettung von seltenen Vogelarten widmet, unbedingt einen zweiten Regenbogenvogel finden. Dabei helfen ihr Kim und Karl. Die beiden Kinder begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, bei der sie die gesamten Farben des Regenbogens entdecken und fröhlichen Hausvögeln, majestätischen Unterwasservögeln und leuchtenden Lampenvögeln begegnen – und ganz bestimmt auch dem Regenbogenvogel!
Lisa-K. Breuer, bereits für unser Kinderstück Frederick mitverantwortlich, wird das Bilderbuch der gefeierten norwegischen Bilderbuchautorin und Illustratorin Nora Brech für alle Menschen ab 4 Jahren auf die Bühne bringen: Es wird bunt und vogelwild.
Regie. Lisa-K. Breuer
Bühne. Sophie Lindt
Kostüme. Corinne Krähenbühl
Licht. Reto Dietrich
Choreografie. Danique de Bont
Dramaturgie. Krystian Podwórny
Relaxed Performance
Ab 4 Jahren
ca. 40 Minuten
Anmeldung für Schulklassen: +41 31 329 52 52
Termine
Di 13.10.2026, 10:00 | Wiederaufnahme
So 25.10.2026, 16:00
Mo 26.10.2026, 10:00und weitere Termine
Di 27.10.2026, 10:00
So 15.11.2026, 16:00
Mo 16.11.2026, 10:00
Di 17.11.2026, 10:00
Mi 23.12.2026, 10:00
Bühnen Bern bietet verschiedene Führungen an, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen und die Arbeit unseres Vierspartenhauses erlebbar machen. Entdecken Sie die spannende Welt von Schauspiel, Oper, Tanz und Konzert aus einer neuen Perspektive:
Termine
Sa 17.10.2026, 11:00
Sa 21.11.2026, 11:00
Sa 9.1.2027, 11:00und weitere Termine
Für unsere kleinen Besucher*innen bieten wir Kinderführungen an. Tauch mit deiner ganzen Familie ein in die Theaterwelt – begib dich mit Hanna und Lukas auf die Suche nach Mias Spitzenschuhen und lerne das Theater von einer anderen Seite kennen. In der Requisite wird gestöbert, es werden Perücken anprobiert, die Schneiderei hat Stoffstücke für ein eigenes Kostüm bereit – wer weiss, vielleicht kannst du auch bei einer Probe dabei sein...
Termine
Sa 7.11.2026, 11:00
Sa 12.12.2026, 11:00
Sa 19.12.2026, 11:00und weitere Termine
Do 24.12.2026, 11:00
Sa 16.1.2027, 11:00
Sa 6.3.2027, 11:00
Sa 3.4.2027, 11:00
Sa 17.4.2027, 11:00
Sa 24.4.2027, 11:00
Sa 8.5.2027, 11:00
Sa 29.5.2027, 11:00
Ort
Stadttheater Bern
Ganzes Haus Kornhausplatz 20
CH-3011 Bern
Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm. Theaterkasse :
Tel. +41 (0)31-329 52 52
Email: kasse@buehnenbern.ch